Dummys für den Hund: Dummytraining als ideale Beschäftigung
Auf dieser Seite: sechs Dummy-Arten im Vergleich, Größe und Gewicht, drei Trainingsvideos und Apportieren in acht Schritten.
Sicher kennen Sie Dummys als die Puppen, die man in ein Auto setzt und gegen eine Wand fahren lässt. Es gibt sie aber auch für den Hund: Hundedummys ersetzen im Training echtes Wild wie Hase, Fuchs, Fasan oder Ente. Damit wird jagdnahes Training nicht nur für Jäger und Jagdhund möglich, sondern für jeden Hundebesitzer, auch ohne jagdliche Ambitionen.
Unsere Dummys
Sechs Bereiche, ein Ziel: das passende Dummy für Ihren Hund und Ihre Trainingsaufgabe.
Mit einem Training mit Dummys geben Sie Ihrem Hund die Möglichkeit, sich artgerecht auszuleben. Sie bieten ihm eine Beschäftigung, die die Natur für ihn vorgesehen hat: auslastend, spannend und ein Training, das Mensch und Hund zu einem Team zusammenwachsen lässt.
Alles, was Sie dafür brauchen, finden Sie bei DogsPartner: Dummys in vielen Größen und Ausführungen, passendes Zubehör wie Duftstoffe sowie Trainingsausrüstung und Fachbücher. Wie Sie am einfachsten beginnen, zeigen wir Ihnen weiter unten in einer Kurzanleitung und in drei Videos.

Dummytraining auf einen Blick
- Was ist ein Dummy? Ein Trainingsgegenstand, der im Hundetraining echtes Wild ersetzt, meist aus Canvas, mit Fell, in Wildform oder aus Kunststoff.
- Für wen? Für jeden Hund, vom Retriever bis zum Familienhund. Jagdliche Ambitionen sind nicht nötig.
- Einstieg: Am einfachsten mit einem Futter- oder Snackdummy, danach mit einem leichten Standard-Dummy.
- Gewichte: bis 250 g für kleine und junge Hunde, 500 g als Standard auf Prüfungen und Workingtests, 1000 g für schwerere Apporte.
- Trainingsumfang: 2 bis 4 kurze Einheiten pro Woche, je 5 bis 15 Minuten.
- Wichtigste Übungen: Markieren, Verlorensuche und Einweisen.
Welches Dummy passt zu uns?
Klicken Sie die Situation an, die auf Sie zutrifft.
Starten Sie mit einem Futter- oder Snackdummy. Der Hund wird direkt aus dem Dummy belohnt und versteht dadurch schnell, worum es geht. Danach wechseln Sie auf ein leichtes Standard-Dummy mit 250 g.
Passend sind leichte Dummys bis 250 g, Pocket-Dummys mit 85 g für die Nasenarbeit oder ein Welpendummy. Sie finden diese Größen bei den Standard-Dummys.
Dafür gibt es Wasserdummys. Sie schwimmen auf, sind gut zu erkennen und lassen sich teilweise mit Wasser befüllen, wodurch Sie den Schwierigkeitsgrad steuern.
Fell weckt den Jagdinstinkt: Felldummys sprechen die meisten Hunde sofort an. Noch realistischer wird es mit Wild-Duftstoffen, auch für die Schleppenarbeit.
Dead Fowl Dummys bilden Enten, Fasane und Tauben naturgetreu nach. Durch die Form lernt der Hund, das Wild mittig aufzunehmen und sauber zu tragen.
Üblich ist das Standard-Dummy mit 500 g, meist in Grün. Für Markierungsübungen eignet sich zusätzlich ein Marking Dummy in Signalfarben.
Was ist der richtige Hundedummy?
Dummys gibt es in unterschiedlichen Größen, Farben, Gewichten und Materialien. Diese Übersicht hilft bei der Auswahl.
Welches Gewicht für welchen Hund?
Richtwerte aus der Praxis. Im Zweifel lieber etwas leichter beginnen und später steigern.
Standard-Dummys
Meist 250 g bis 1000 g schwere Säckchen aus stabiler Baumwolle, gefüllt mit Kunststoffgranulat. Es gibt sie auch als kleine Such-Dummys bis 100 g, als Welpendummy oder als Dummyball für extra weite Würfe. Die Version mit 500 g, meist in Grün, kommt auf Dummyprüfungen und Workingtests zum Einsatz. Vertreter bis 250 g eignen sich für kleinere Hunde und zum leichten Mitführen im Alltag.
Wild-Dummys und Entendummys
Sie eignen sich für lebensnahes Training am Wasser und für das Simulieren von Flugwild. Durch die Formgebung lernt der Hund das richtige Tragen von Flugwild. Diese Dummys finden Sie in der Rubrik Dead Fowl Dummys.
Felldummys
Sie bereiten den Hund auf das Tragen von Hase oder Fuchs vor, motivieren auf natürliche Weise und machen das Dummy interessanter. Felldummys lassen sich gut mit Duftstoffen präparieren, zum Ziehen einer Schleppe verwenden oder als Running Rabbit Dummy einsetzen. Wir führen Felldummys in unterschiedlichen Größen bis 5 kg.
Futterdummys
Ideal für das Erlernen eines Apports und zum Aufbau von Bindung. Bei der Übergabe an den Hundeführer wird der Hund aus dem Dummy heraus belohnt. Verweigert er die Übergabe, unterbleibt die Belohnung. So lernen Hunde schnell, dass das gewünschte Verhalten zum Erfolg führt.
Wasserdummys
Besonders gut für das Apportieren aus dem Wasser. Sie sind auf der Wasseroberfläche gut zu erkennen und leicht zu apportieren, ein entscheidender Vorteil für ungeübtere Hunde. Einige lassen sich mit Wasser befüllen, was den Schwierigkeitsgrad verändert.
Welche Vorteile hat ein Training mit Dummys?
Hunde erkunden ihre Umgebung leidenschaftlich gern mit allen Sinnen, allen voran mit der Nase, ihrem besten Werkzeug. Im Alltag wird dabei vieles schnell zur Gewohnheit: Die Düfte in Haus und Garten kennt der Hund längst, und auf dem täglichen Spaziergang gerät der Mensch schnell in Vergessenheit.
Dummytraining dreht das um: Es macht dem Hund Spaß, er erlebt es gemeinsam mit Ihnen und ist dabei auf Ihre Mitarbeit angewiesen. Nebenbei trainieren Sie Gelassenheit, also Steadiness, sowie Suchen, Aufspüren und Anzeigen.
Dummytraining ist Kopfarbeit, Auslastung und Beziehungsarbeit in einem. Es funktioniert mit jeder Rasse, vom Retriever bis zum Familienhund ohne jagdliche Aufgaben.
Dummytraining in drei Videos
Unsere Filmreihe zeigt Schritt für Schritt, wie Sie mit dem Dummytraining beginnen und wie sich die Übungen im Gelände aufbauen lassen.
Apportieren schnell gelernt: in 8 Schritten
Viele Wege führen zum Ziel. Hier ein Weg, wie wir einem noch unerfahrenen Hund schnell und mit viel Freude das Apportieren beibringen würden. Für Retriever und einige Jagdhunderassen, denen das Apportieren in die Wiege gelegt wurde, ist dieser Aufbau vielleicht zu leicht. Für alle anderen Rassen ist er ein einfacher Weg zum perfekten Apport.
Nehmen Sie einen Futter- oder Snackdummy, zur Not tut es am Anfang auch eine alte dicke Socke, und befüllen Sie ihn mit ein paar Lieblingsleckerlis. Der Hund darf zuschauen. Verschließen Sie den Dummy so, dass der Hund nicht selbst an die Leckerchen kommt. Setzen Sie sich mit dem Dummy in der Hand auf einen Stuhl in die Mitte des Raumes, der Hund sitzt neben Ihnen. Warten Sie einige Sekunden. Ihr Hund wird voller Erwartung sein, Sie bleiben ganz ruhig.
Stehen Sie mit dem Futterbeutel auf und gehen Sie einige Schritte vom Hund weg. Legen Sie den Dummy ab, der Hund bleibt sitzen. Kommen Sie ohne Dummy zurück und warten Sie erneut einige Sekunden. Dann holen Sie den Dummy selbst, kehren zum Hund zurück und belohnen ihn aus dem Dummy. Nur einige Leckerlis, nicht alle. Bleibt der Hund nicht sitzen, kann eine zweite Person ihn sichern. Das weckt Interesse und vermittelt gleichzeitig die Ruhe, die er später braucht.
Wiederholen Sie die Übung, schicken Sie den Hund aber nun zum Dummy, nachdem Sie wieder sitzen. Jetzt heißt es warten, bis der Hund von sich aus Kontakt zu Ihnen aufnimmt. Das kann einige Minuten dauern. Zuerst versucht er meist selbst, an das Leckerchen zu kommen. Gelingt das nicht, bringt er das Dummy zu Ihrem Stuhl oder, noch besser, in Ihre Hand. Belohnen Sie ihn sofort ausgiebig aus dem Dummy. Eine Wiederholung, dann Schluss für heute.
Klappt es im Sitzen, üben Sie im Stehen weiter. Der erste Dummy gehört immer Ihnen. Wechseln Sie die Räume, schicken Sie den Hund aus einem Raum in den nächsten, verstecken Sie das Dummy, legen Sie zwei Futterdummys aus. Bauen Sie regelmäßig kurze Einheiten ein und hören Sie auf, wenn es am schönsten ist.
Ideal ist zunächst eine gewohnte Umgebung, etwa der eigene Garten oder eine ruhige Ecke hinterm Haus. Die Reihenfolge der Übungen bleibt dieselbe wie im Zimmer. Wer draußen keinen Stuhl hat, geht einfach in die Knie. Schritt für Schritt, erst danach geht es mit dem Futterdummy ins Gelände.
Jetzt geht es in kleinen Schritten mit leichten Standard-Dummys weiter, am besten wieder im Zimmer oder im Garten. Die Belohnung erfolgt nun aus Ihrer Hand, sobald der Hund das Dummy übergibt. Ist Ihr Hund kein Leckerli-Fan, bauen Sie stattdessen ein kurzes Belohnungsspiel ein.
Hat der Hund verstanden, was Sie erwarten, lässt er sich gern auf das Abenteuer Dummy ein. Jetzt können Sie variieren: Dummys werfen und holen lassen (Markierung mit Apport), Dummys für den Hund unsichtbar verstecken und suchen lassen (Verlorensuche) sowie den Hund auf ein nicht sichtbares Dummy schicken (Einweisen).
Über zeitliche Verzögerungen, die Anzahl der Dummys, unterschiedliche Gewichte und die Sichtbarkeit schaffen Sie immer neue Spannungsbögen. Hat Sie und Ihren Hund erst einmal das Dummyfieber gepackt, möchten Sie diese Form der Beschäftigung nicht mehr missen.
Beliebte Dummys aus unserem Sortiment
Drei Trainingsartikel und was unsere Kunden dazu schreiben.
Wissen rund um das Dummytraining
In unserem Blog gehen wir tiefer ins Detail, vom ersten Einstieg bis zu den fortgeschrittenen Disziplinen.
Tipps und hilfreiche Dinge für Ihr Training
Hilfreiche Bücher für das Dummytraining finden Sie ebenfalls bei uns. Besonders empfehlen wir Die drei Apporte und Das Arbeitshandbuch: Apportieren Schritt für Schritt von Tineke J. Antonisse-Zijda.
Mit steigenden Ansprüchen wird auch die passende Ausrüstung wichtig, etwa Dummytaschen und Dummywesten für den Übungsaufbau und den leichten Transport. Dazu beraten wir Sie gern persönlich.
Häufige Fragen zu Dummys und Dummytraining
Klicken Sie auf eine Frage, um die Antwort zu öffnen. Was offen bleibt, beantworten wir gern unter 0375 2149610.
Rund um Dummys und den Einstieg
Was ein Dummy ist, für welchen Hund es passt und womit Sie anfangen.
Ein Dummy ist ein Trainingsgegenstand, der im Hundetraining echtes Wild ersetzt. Meist handelt es sich um ein mit Kunststoffgranulat gefülltes Säckchen aus stabilem Canvas- oder Nylongewebe, es gibt aber auch Varianten mit Fell, in Wildform oder aus Kunststoff für die Wasserarbeit. Mit einem Dummy trainieren Sie Suchen, Aufnehmen, Tragen und Übergeben, ohne mit echtem Wild arbeiten zu müssen.
Für nahezu jeden Hund. Retrievern und vielen Jagdhunderassen liegt das Apportieren im Blut, alle anderen Rassen lernen es mit etwas Geduld ebenso. Sie müssen weder Jäger sein noch jagdliche Ambitionen haben. Dummytraining ist in erster Linie eine artgerechte Beschäftigung für Nase und Kopf.
Für den Einstieg eignet sich ein Futter- oder Snackdummy, weil der Hund direkt aus dem Dummy belohnt wird und so schnell versteht, worum es geht. Danach geht es mit einem leichten Standard-Dummy weiter. Unsere Kurzanleitung in 8 Schritten weiter oben beschreibt den Aufbau.
Als Anhaltspunkt: 250 g und leichter für kleine Hunde, junge Hunde und Anfänger, 500 g als Standardgewicht, das auch auf Dummyprüfungen und Workingtests üblich ist, und 1000 g für das Training schwererer Apporte wie Hase oder Fuchs. Kleine Such-Dummys bis 100 g eignen sich gut für Nasenarbeit auf kurze Distanz.
Ein guter Richtwert sind 2 bis 4 kurze Einheiten pro Woche, je 5 bis 15 Minuten. Kurz und regelmäßig wirkt besser als selten und lang, und Sie beenden die Einheit, solange Ihr Hund mit Freude dabei ist. Wie sich das Training über die Woche aufbauen lässt, steht ausführlich in unserem Einstiegsartikel zum Dummytraining.
Die Dummy-Arten im Vergleich
Welcher Dummy wofür gemacht ist.
Der Standard-Dummy aus Stoff ist der Allrounder für das tägliche Training. Felldummys bereiten auf das Tragen von Hase oder Fuchs vor und motivieren besonders stark. Dead Fowl Dummys bilden Vögel und Enten nach und schulen das mittige Tragen von Flugwild. Wasserdummys sind für die Arbeit am und im Wasser gemacht und auf der Wasseroberfläche gut zu erkennen.
Der Futterdummy wird mit Leckerchen befüllt. Übergibt der Hund ihn an Sie, wird er aus dem Dummy heraus belohnt. Verweigert er die Übergabe, bleibt die Belohnung aus. So lernt der Hund schnell, dass die Zusammenarbeit mit Ihnen zum Erfolg führt. Das macht den Futterdummy zum idealen Einstiegsdummy und zu einem guten Werkzeug für die Bindung.
Ein Dead Fowl Dummy ist ein realitätsnah geformter Vogel- oder Entendummy. Durch die Form lernt der Hund, das Wild mittig aufzunehmen und sauber zu tragen. Für jagdnahes Training am Wasser und für das Simulieren von Flugwild ist er die erste Wahl.
Wild-Duftstoffe machen das Training realistischer. Sie eignen sich zum Präparieren von Fell- und Dead Fowl Dummys und für das Schleppentraining, bei dem der Hund einer Fährte bis zum Dummy folgt.
So nennt man den Einsatz eines Felldummys, das über den Boden gezogen wird und dabei ein flüchtendes Kaninchen nachahmt. Das spricht den Hund stark an und lässt sich gut mit Schleppenarbeit verbinden.
Training in der Praxis
Übungen, Aufbau und passendes Zubehör.
Kurz gesagt: Beim Markieren sieht der Hund den Fall des Dummys, bei der Verlorensuche findet er es über die Nase, und beim Einweisen dirigieren Sie ihn auf Distanz zu einem Dummy, das er nicht gesehen hat. Alle drei Disziplinen mit Übungsaufbau erklären wir in unserem Artikel zu den 3 Grundpfeilern im Dummytraining.
Stellschrauben gibt es viele: Entfernung, Wartezeit vor der Freigabe, Anzahl der Dummys, Gewicht, Sichtbarkeit, Gelände und Ablenkung. Wichtig ist nur eines: Steigern Sie immer nur eine Sache auf einmal. Eine ausführliche Progression finden Sie in unserem Artikel zu den 3 Grundpfeilern.
Bleiben Sie ruhig, nehmen Sie dem Hund das Dummy nicht ab und laufen Sie ihm nicht hinterher. Mit einem Futterdummy lernt er am schnellsten, dass sich die Übergabe lohnt, weil die Belohnung erst danach kommt. Zum ruhigen Aufbau des Ausgebens finden Sie mehr in unserem Einstiegsartikel.
Zum Start genügt ein Dummy. Mit steigenden Ansprüchen erleichtern Dummytaschen und Dummywesten den Transport und den Übungsaufbau, Duftstoffe machen das Training realistischer, und Fachbücher wie Die drei Apporte helfen beim systematischen Aufbau. Wir beraten Sie gern, was für Ihren Trainingsstand sinnvoll ist.
Ja, spielerisch und in sehr kurzen Einheiten. Passend sind leichte Dummys, etwa ein Welpendummy oder eine Variante bis 250 g, ohne weite Strecken und ohne schweres Tragen. Ab welchem Alter welche Übungen sinnvoll sind, lesen Sie in unserem Einstiegsartikel zum Dummytraining.
Wir beraten Sie gern persönlich unter 0375 2149610 oder per E-Mail.










