Dummytraining und Apportiertraining mit dem eigenen Hund
Suchen, merken, zurückbringen: Eine Viertelstunde Dummyarbeit lastet einen Hund stärker aus als eine Stunde Dauerlauf. Kopfarbeit ermüdet schneller als Beine, und das gilt längst nicht nur für Jagdhunde.
Unser Sortiment reicht vom ersten Futterdummy bis zur Ausrüstung für Prüfung und Workingtest: Dummys in fünf Bauarten von 85 bis 5000 Gramm, Hundepfeifen mit fester Frequenz, Wild-Duftstoffe von Pete Rickards und das Zubehör, mit dem auch im Revier gearbeitet wird.
Was brauche ich für den Einstieg und was danach?
Das hängt davon ab, wo Sie gerade stehen. Diese drei Stufen zeigen, welche Ausrüstung zu welchem Trainingsstand passt, vom ersten Wurf im Flur bis zur Wasserarbeit im Gelände.
Der Anfang
Der schnellste Einstieg ist ein Futterdummy: Der Hund wird direkt daraus belohnt und begreift in wenigen Minuten, worum es geht. Dazu ein leichtes Standard-Dummy mit 250 Gramm für die ersten Würfe. Trainiert wird im Flur und im Garten, die Entfernungen kommen später.
Wenn es ernster wird
Sobald der Hund größere Entfernungen läuft, kommt die Hundepfeife dazu. Sie klingt bei jedem Pfiff gleich und trägt weiter als jede Stimme. Jetzt lohnen sich auch mehrere Dummys und eine Trainingstasche, damit nicht alles in den Jackentaschen landet.
Für Fortgeschrittene
Wer weiter will, arbeitet mit Felldummys und Wasserdummys, bringt über Wild-Duftstoffe echten Wildgeruch ins Spiel und gewöhnt den Hund mit Wild-Lockern an das, was ihm draußen begegnet. Dazu Dummyweste und Trainingsleine.
Aus der Praxis: Die meisten unserer Kunden kommen nach wenigen Wochen zur zweiten Stufe. Das ist der normale Verlauf: Sobald der Hund im Garten zuverlässig bringt, wird der Platz zu klein und die Entfernung zu groß für die Stimme. Spätestens dann lohnt sich die Pfeife.
Was zusammen besser funktioniert als allein
Das Dummy sagt dem Hund, was er holen soll. Die Pfeife sagt ihm, wann und in welche Richtung. Solange der Hund in Sichtweite bleibt, reicht die Stimme. Sobald er sich entfernt oder Wind und Gelände dazwischenkommen, ist ein Pfiff im Vorteil: Er klingt jedes Mal gleich, auch dann, wenn Sie gerade keine Geduld mehr haben. Genau diese Gleichförmigkeit ist es, die der Hund braucht.
Ein neues Dummy riecht nach Stoff und Kunststoff, nicht nach Beute. Mit einem Tropfen Wild-Duftstoff bekommt es eine Spur, der der Hund folgen kann, statt nur zu suchen, wo er etwas fallen sah. Das ist der Schritt von der Sichtarbeit zur Nasenarbeit, und er verändert das Training spürbar. Welcher Duft wofür taugt, steht im Bereich Wild-Duftstoffe.
Für welche Hunde sich das eignet
Apportieren stammt aus der jagdlichen Arbeit, funktioniert aber bei weit mehr Hunden als nur bei Retrievern.
Ein Spaziergang hält die Beine in Bewegung, mehr nicht. Suchen, Merken und Zurückbringen fordern Konzentration, und genau die macht müde. Viele Halter berichten uns, dass eine Viertelstunde Dummyarbeit mehr bewirkt als eine lange Runde.
Wer eine ausgeprägte Nase und Freude am Hinterherlaufen hat, sucht sich sonst eigene Aufgaben, und die gefallen dem Halter meist weniger. Dummyarbeit gibt demselben Trieb eine Richtung, bei der Sie bestimmen, was gesucht wird und wann Schluss ist.
Hier geht es nicht um Leistung, sondern um Freude an der Zusammenarbeit. Leichte Dummys, kurze Wege und früher Schluss, als der Hund gern hätte. Welche Größe zu welchem Gewicht passt, steht ausführlich im Bereich Dummys.
Für Prüfung und Workingtest zählt, dass die Arbeit der Wirklichkeit nahekommt: Dead-Fowl-Dummys, Wasserarbeit, Wildgeruch und Ablenkung. Dafür führen wir die Ausrüstung, mit der auch im Revier gearbeitet wird.
Ein Hund, der apportiert, hat eine Aufgabe und kommt müde und glücklich nach Hause. Ein Hund, der keine Aufgabe hat, sucht sich selbst eine.
Letzteres kostet erfahrungsgemäß mehr als ein Dummy.
Was wir selbst draußen benutzen
Trainingszubehör wird nass, schmutzig, geworfen und geknautscht. Was das nicht aushält, ärgert zweimal: beim Kauf und beim Training.
Wir sind seit Jahrzehnten dabei, mehr dazu steht in unserer Geschichte.
Häufige Fragen zum Einstieg
Klicken Sie auf eine Frage, um die Antwort zu öffnen.
Am schnellsten kommen Sie mit einem Futterdummy voran, weil der Hund direkt daraus belohnt wird und die Aufgabe sofort versteht. Dazu ein leichtes Standard-Dummy mit 250 Gramm. Welche Ausrüstung danach zum nächsten Trainingsstand passt, zeigen die drei Stufen weiter oben.
Nein. Apportieren stammt aus der jagdlichen Arbeit, lässt sich aber mit fast jedem Hund trainieren. Entscheidend ist nicht die Rasse, sondern ob der Hund Freude daran hat, etwas zu suchen und zu bringen. Bei Hunden ohne ausgeprägte Apportierneigung dauert der Anfang länger, möglich ist es trotzdem.
Spielerisch sehr früh, mit leichten Dummys, kurzen Wegen und wenigen Wiederholungen. Wichtiger als das Alter ist, dass Sie aufhören, bevor der Hund genug hat. Gewichtsempfehlungen nach Größe stehen im Bereich Dummys.
Solange der Hund in Sichtweite bleibt, nicht. Sobald er weiter weg arbeitet, schon: Ein Pfiff trägt weiter als jede Stimme und klingt jedes Mal gleich, auch wenn Sie geräuschvoll werden. Welche Pfeife wie klingt, steht unter Hundepfeife und Clicker.
Ein fabrikneues Dummy riecht nach nichts, was den Hund interessiert. Mit Wildgeruch bekommt es eine Spur, der der Hund folgen kann, statt nur die Stelle anzulaufen, an der er etwas fallen sah. Damit wird aus Sichtarbeit Nasenarbeit. Die Auswahl finden Sie unter Wild-Duftstoffe.
Lieber kurz und oft als lang und selten. Zehn bis fünfzehn Minuten am Tag bringen mehr als eine Stunde am Wochenende, weil Konzentration schneller ermüdet als der Körper. Hören Sie auf, solange der Hund noch Lust hätte, dann freut er sich auf das nächste Mal.
Unsicher, was zu Ihrem Hund passt?
Sagen Sie uns Rasse, Alter und wie weit Sie schon sind, dann stellen wir Ihnen zusammen, was für den nächsten Schritt am meisten bringt. Wir trainieren selbst und empfehlen nichts, was wir nicht benutzen würden.





