Dummyweste und Trainingszubehör für den Hundeführer
Ein Hund, der ein Dummy sucht, arbeitet mit der Nase, muss sich dabei an eine Richtungsangabe erinnern und zum Schluss sauber abgeben. Diese Verbindung aus Witterung, Kopfarbeit und Gehorsam ermüdet ihn gründlicher als ein langer Spaziergang des Weges lang, und Sie merken den Unterschied noch am selben Tag nach der Heimkehr.
Wer mit dem Dummytraining beginnt, stellt rasch fest, wie sehr die eigene Ausrüstung über den Verlauf einer Übung entscheidet. Sobald Sie beim Werfen eine Tasche festhalten, nach der Pfeife suchen oder das zweite Dummy aus dem Rucksack kramen müssen, verliert der Hund genau in dem Augenblick die Aufmerksamkeit, in der er sie braucht. Hier geht es um genau diese Ausrüstung, die Ihnen hilft den Focus auf das Wesentliche zu richten.
Drei Übungen für die nächste Runde
Für den Einstieg brauchen Sie weder einen Verein noch einen Platz. Eine Wiese, ein Dummy und eine Viertelstunde genügen, und die folgenden drei Übungen bauen in genau dieser Reihenfolge aufeinander auf.
Werfen Sie das Dummy so, dass der Hund die Flugbahn verfolgen kann, und lassen Sie ihn danach sitzen. Losrennen will er ohnehin, die eigentliche Arbeit liegt in den Sekunden davor. Je ruhiger er beim Schicken ist, desto genauer merkt er sich die Fallstelle.
Legen Sie drei Dummys ins höhere Gras, während der Hund außer Sicht wartet, und schicken Sie ihn anschließend in die Fläche. Der schwierigste Teil gehört dabei Ihnen, denn jeder Zuruf nimmt ihm ein Stück der eigenen Sucharbeit ab.
Stellen Sie eine Markierungsfahne als sichtbares Ziel auf und schicken Sie den Hund darauf zu. Hat er begriffen, dass Ihre Hand die Richtung vorgibt, können Sie die Fahne weglassen, und von da an arbeitet er nach Handzeichen und Pfiff ins freie Gelände. Diesen Punkt beschreiben die meisten als den Moment, an dem aus dem Zeitvertreib ein Hobby wurde.
Der Reiz an der Sache: Beim Apportieren erledigt der Hund einen Auftrag für Sie, statt sich lediglich neben Ihnen zu beschäftigen. Dieser Unterschied verändert das Verhältnis auf dem Spaziergang spürbar, und zwar weitgehend unabhängig von der Rasse. Retriever bringen die Veranlagung mit, gelernt werden muss die Sache trotzdem, und ein aufmerksamer Mischling steht einem Labrador dabei selten nach.
Dummyweste oder Dummytasche?
Beide Bauarten tragen am Ende dasselbe, sie verteilen die Last nur unterschiedlich. Welche für Sie die richtige ist, entscheidet sich an der Dauer Ihrer Einheiten und an der Zahl der Dummys, die Sie dabeihaben wollen.
Dummyweste
Dummytasche
Leckerlibeutel
Aus der Praxis: Die meisten unserer Kunden landen nach einiger Zeit bei beidem. Der Leckerlibeutel kommt bei jeder Runde mit, weil er kaum auffällt, die Weste bleibt dem richtigen Training vorbehalten. Wer mit einer Tasche beginnt, merkt spätestens beim dritten Dummy, dass eine Schulter dafür zu wenig ist.
Die Dummyweste im Einsatz
Der Film von Mystique zeigt die Weste dort, wo sie sich beweisen muss, nämlich draußen und in Bewegung.
Im Stand sitzt beinahe jede Weste gut. Ob sie etwas taugt, zeigt sich erst beim Ausholen, denn eine Tasche an der falschen Stelle bremst den Wurfarm, und das fällt oft erst nach dem zwanzigsten Wurf auf. Wir führen die Gundog-Westen deshalb in mehreren Ausführungen, von der leichten Variante bis zur gewachsten für die nassen Monate.
Was mitkommt und wo es hingehört
Über den Nutzen einer Weste entscheidet weniger die Zahl der Taschen als die Ordnung darin. Wer von Beginn an jedes Teil an denselben Platz legt, greift nach wenigen Wochen ohne hinzusehen danach, und genau darauf kommt es an, sobald der Hund bereits losgelaufen ist.
Zwei bis vier Stück gehören nach hinten, je nach Größe. Alles, was Sie während der Übung nicht ansehen müssen, sollte aus dem Blickfeld verschwinden. Die passenden Dummys führen wir im eigenen Bereich.
Sie gehört ans Band und nicht in eine Tasche, weil Ihnen im entscheidenden Moment keine Sekunde zum Suchen bleibt. Hundepfeifen und die passenden Bänder finden Sie bei uns ebenfalls.
Sie liegen am besten auf der Seite der Wurfhand, damit zwischen Abgabe und Belohnung keine Pause entsteht. Wer Futter und Dummys lieber trennt, nimmt zusätzlich einen Leckerlibeutel an den Gürtel.
Kotbeutel, Schlüssel und Telefon brauchen Sie während der Übung nicht. Sie sollten deshalb an einem einzigen Platz liegen, in den Sie beim Training nicht hineingreifen.
Papiere, die Prüfungsordnung oder ein kleines Handtuch gehören in ein innenliegendes Fach, sofern Ihr Modell eines besitzt.
Welche Größe?
Messen Sie über der Jacke, in der Sie tatsächlich trainieren, und nicht über dem Hemd. Eine Weste darf ruhig locker sitzen, solange der Wurfarm frei bleibt. Falls Sie zwischen zwei Größen liegen, fragen Sie lieber vorher bei uns an.
Farbe: Beige, Khaki und Braun halten Sie im Gelände unauffällig, was beim Arbeiten mit dem Hund durchaus ein Vorteil ist. Welche Ausführungen es gibt, sehen Sie unter Dummywesten.
Schleppleinen: welches Material wofür?
Eine Schleppleine verbringt den größten Teil ihres Lebens im Gras, im Schlamm oder im Wasser. Wie angenehm sie danach noch in der Hand liegt, entscheidet allein das Material.
Leder bringt genug Eigengewicht mit, um nicht aufzuschwimmen, und bleibt auch nach Jahren geschmeidig. Unsere Lederleinen entstehen in Handarbeit, wahlweise als Rundleder oder als Flachleder. Dafür verlangt das Material Pflege und dankt sie mit einer Haltbarkeit, die jede Kunstfaser überdauert. Wer viel im Unterholz arbeitet, greift zur Ausführung ohne Handschlaufe, weil sich gerade die Schlaufe gern im Bewuchs verfängt.
Diese Leinen verzeihen jede Behandlung und sind nach dem Abspülen sofort wieder einsatzbereit. Nylonleinen bieten wir in mehreren Stärken an, die kräftigere Ausführung auch für große Hunde. Kunststoff nimmt überhaupt kein Wasser auf und bleibt nach dem Teich genauso leicht wie vorher, was ihn zum Klassiker für die Wasserarbeit macht.
Moxonleine: Sie vereint Leine und Halsung in einem Stück und begrenzt das Zuziehen über einen Stopper. In der jagdlichen Arbeit ist sie verbreitet, weil sie sich in Sekunden überstreifen und ebenso schnell wieder abnehmen lässt. Bei uns finden Sie sie in handgefertigter Ausführung aus Leder.
Gutes Zubehör merkt man nicht. Man merkt nur das schlechte, und zwar genau dann, wenn man es gerade braucht.
Deshalb steht bei uns nichts im Regal, das wir nicht selbst draußen hatten.
Die kleinen Dinge, die viel ausmachen
Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem Werfen und Holen den Hund nicht mehr fordert. Dann beginnt die Arbeit auf Distanz, und dafür braucht es einige Hilfsmittel, nach denen bei uns regelmäßig gefragt wird.
Häufige Fragen zum Trainingszubehör
Klicken Sie auf eine Frage, um die Antwort zu öffnen.
Nehmen Sie den Brustumfang über der Jacke, in der Sie tatsächlich trainieren, denn über dem Hemd gemessen fällt die Weste regelmäßig zu knapp aus. Sitzen darf sie ruhig locker, solange der Wurfarm frei bleibt. Falls Sie zwischen zwei Größen liegen, schreiben Sie uns vor der Bestellung einer Gundog-Weste kurz an.
Sobald Sie länger als eine halbe Stunde arbeiten oder mehr als zwei Dummys mitnehmen, spielt die Weste ihren Vorteil aus, weil sich das Gewicht auf beide Schultern verteilt. Für die kurze Runde nach Feierabend genügt eine Dummytasche dagegen vollauf.
Es gibt praktisch keinen, beide Begriffe meinen dasselbe. Entscheidend ist der Verschluss, der sich einhändig öffnen lassen und beim Bücken trotzdem zuhalten muss. Darüber hinaus entscheidet die Größe, je nachdem ob Sie ein paar Happen oder den Bedarf einer ganzen Einheit dabeihaben. Die Mystique-Leckerlitaschen finden Sie bei den Trainingstaschen.
Fünf bis zehn Meter genügen für den Anfang und bleiben beim Rückruftraining noch überschaubar. Erst wenn der Hund größere Distanzen arbeitet, lohnen fünfzehn Meter und mehr. Bedenken Sie dabei, dass jede zusätzliche Länge sich häufiger im Bewuchs verfängt, weshalb sich im Gelände die Ausführung ohne Handschlaufe bewährt hat.
Leder liegt angenehmer in der Hand und bleibt über Jahre geschmeidig, verlangt dafür aber regelmäßige Pflege. Nylon und Kunststoff nehmen Ihnen diese Arbeit ab und sind nach dem Abspülen sofort wieder einsatzbereit. Wer überwiegend am Wasser arbeitet, fährt mit Kunststoff am besten, weil das Material keine Feuchtigkeit aufnimmt.
Sie dienen dem Einweisen. Der Hund läuft zunächst auf ein sichtbares Ziel zu und lernt dabei überhaupt erst, Ihre Richtungsangabe anzunehmen. Sobald das sitzt, verschwindet die Fahne und er arbeitet allein nach Handzeichen und Pfiff. Für dieselbe Übung finden Sie bei den hilfreichen Dingen auch Marking Sticks.
Fragen zum Trainingszubehör?
Beschreiben Sie uns, wie und wo Sie trainieren, dann sagen wir Ihnen, welche Weste zu Ihrer Statur passt, welche Leinenlänge zu Ihrem Gelände taugt und ob eine Tasche für Ihren Zweck nicht schon genügt. Wir arbeiten mit diesen Sachen selbst und sagen Ihnen auch, wenn Sie eine davon gar nicht brauchen.



