Wild Duftstoffe für Hundetraining und Dummytraining
Bei uns erhalten Sie Duftstoffe von unterschiedlichen Wildtieren wie Hase, Fuchs, Reh, Ente, Wildschwein, Fasan und Taube. Unsere Duftstoffe stammen größtenteils vom amerikanischen Marktführer Pete Rickards, der sie auf synthetischer Basis herstellt. Das macht sie nahezu unbegrenzt haltbar und sehr effektiv. Wenige Tropfen genügen, um einen Gegenstand zu präparieren, einen Dummy ebenso wie eine Fährte.
Der Vorteil gegenüber echtem Wild liegt auf der Hand: Sie sind nicht auf die Jagdzeit angewiesen und brauchen weder Kühlung noch Platz in der Tiefkühltruhe. Entscheidender ist aber etwas anderes. Wer eine Übung aufbaut, erhöht die Schwierigkeit Schritt für Schritt und muss dabei wissen, was sich geändert hat. Bei echtem Wild schwankt die Witterung von Stück zu Stück und mit dem Alter. Scheitert der Hund, wissen Sie nicht, ob die Aufgabe zu schwer war oder das Material zu schwach. Synthetischer Duftstoff riecht beim zehnten Mal wie beim ersten, und damit bleibt genau eine Größe übrig, die Sie selbst verändert haben.
Eingesetzt werden Duftstoffe überall dort, wo echtes Wild unpraktisch oder gar nicht verfügbar ist: beim Legen einer Schleppe, beim Präparieren von Dummys und Fährtenschuhen, in der Verlorensuche an Land und am Wasser sowie bei der Gewöhnung junger Hunde an Wildgeruch.
Welche Wildart für welche Arbeit?
Die Wildart entscheidet nicht über die Qualität der Witterung, sondern über den Zusammenhang, in dem Ihr Hund sie kennenlernt. Wer das von Anfang an trennt, kann später mit demselben Hund apportieren und ihn trotzdem von der Rehfährte abrufen.
Haarwild
Federwild
Aus der Praxis: Trennen Sie von Beginn an zwei Richtungen. Eine Wildart steht für die Arbeit, die Sie belohnen, also Suchen, Finden und Bringen. Eine zweite steht für das, was der Hund liegenlassen soll. Wer alles mit demselben Duftstoff trainiert, bringt dem Hund bei, dass jede Witterung eine Aufforderung ist, und genau das will man im Revier nicht.
Woraus besteht ein synthetischer Wild-Duftstoff?
Die genaue Rezeptur verrät kein Hersteller, und das gilt für Pete Rickards ebenso wie für den Rest der Branche. Die Richtung lässt sich trotzdem beschreiben, denn die Chemie des Säugetiergeruchs ist seit Jahrzehnten erforscht. Wer weiß, was in so einer Flasche grundsätzlich passiert, versteht auch, warum sie sich so lange hält und warum sie für die eigene Nase nach so wenig riecht.
Die Leitsubstanzen
Säugetiergeruch beruht in erster Linie auf flüchtigen Schwefelverbindungen, auf kurzkettigen Carbonsäuren und auf Aldehyden. Jede Tierart hat davon ihr eigenes Mischungsverhältnis, und genau dieses Muster erkennt der Hund wieder. Ein synthetischer Duftstoff bildet nicht das vollständige Geruchsbild nach, sondern einige wenige dieser kennzeichnenden Verbindungen.
Die Trägerflüssigkeit
Die eigentlichen Riechstoffe wirken in Mengen, die sich nicht tropfenweise dosieren ließen. Sie sind deshalb in einer Trägerflüssigkeit gelöst, die zwei Aufgaben erfüllt: Sie macht die Dosierung überhaupt erst möglich und sorgt dafür, dass der Duftstoff auf dem Material haftet und nicht sofort verfliegt.
Was gerade nicht drin ist
Kein tierisches Eiweiß, kein Fett, keine Keime. Darin liegt der eigentliche Grund für die Haltbarkeit, denn es gibt schlicht nichts, was ranzig werden oder von Bakterien zersetzt werden könnte. Aus demselben Grund entfällt alles, was beim Umgang mit echtem Wildmaterial an Lagerung und Hygiene zu beachten wäre.
Warum Sie selbst so wenig riechen: Was Ihnen als dumpfer, schwer einzuordnender Geruch in die Nase steigt, ist für den Hund ein klar gezeichnetes Muster. Seine Nase arbeitet um Größenordnungen empfindlicher als Ihre, und sie ist darauf eingerichtet, genau solche Spuren aus einem Gemisch herauszufiltern. Ein Duftstoff, der für Sie kräftig riecht, ist für ihn deshalb meistens schon zu viel.
Präparieren von Dummys und Fährtenschuhen mit Duftstoff
Sämtliche Duftstoffflaschen besitzen am oberen Ende eine kleine Öffnung, mit der sich der Duftstoff tropfenweise abgeben lässt. Welcher der drei Wege der richtige ist, hängt davon ab, was Sie präparieren und ob die Witterung Wasser überstehen muss.
Der direkte Weg aus der Flasche. Ein bis drei Tropfen auf einen Dummy, verteilt auf mehrere Stellen, genügen für eine komplette Trainingseinheit. Für Fährtenschuhe und Schuhpads tropfen Sie auf die Sohle, bevor Sie die Spur treten.
Füllen Sie den Duftstoff in die als Zubehör erhältliche Pumpsprayer-Flasche und verteilen Sie ihn mit wenigen Sprühstößen großflächig. So liegt die Witterung nicht an einem Punkt, sondern auf dem gesamten Gegenstand, was den Geruch für den Hund deutlich intensiver macht.
Mit der Spritze stechen Sie den Dummykörper an mehreren Stellen an und bringen einige Tropfen ins Innere ein. Die Witterung sitzt dann geschützt im Material und spült sich im Wasser nicht ab, was bei geschäumten Dummys den entscheidenden Unterschied macht.
Unser Tipp: der Beutel macht die halbe Arbeit
Wir präparieren Dummys einige Stunden vor dem Einsatz mit wenigen Tropfen und legen sie dann in einen gut verschlossenen Gefrierbeutel. Vor Ort wird der Dummy direkt aus dem Beutel entnommen und ausgelegt oder gezogen. Das klingt nach einer Kleinigkeit, löst aber gleich drei Probleme auf einmal.
Duftstoff, Schleppe oder Schweiß: was wofür?
Drei Begriffe, die im Alltag ständig durcheinandergehen, obwohl sie drei verschiedene Disziplinen bezeichnen. Wer hier sauber trennt, bestellt das Richtige und trainiert das, was er trainieren wollte.
Wild-Duftstoff
Schleppe
Schweißfährte
Kurz gesagt: Der Duftstoff ersetzt das Wild, nicht den Schweiß. Alles, was mit Suchen, Finden und Bringen zu tun hat, lässt sich damit vollständig aufbauen. Für die eigentliche Schweißarbeit auf der Wundfährte greifen Sie dagegen zu Schweiß und nicht zu synthetischer Witterung. Beides schließt sich nicht aus, viele Führer arbeiten mit Duftstoff an der Spurtreue und wechseln für die Prüfungsvorbereitung auf Schweiß.
Warum ist Duftstoff für mein Hundetraining sinnvoll?
Duftstoff ist für ein jagdliches Hundetraining ohne die Verwendung von Wild unerlässlich. Sie können damit bereits Ihren Welpen an Wildgeruch gewöhnen und ein gezieltes Verhalten bei Witterung aufbauen, lange bevor der Hund zum ersten Mal echtem Wild begegnet. Dieser Vorsprung entscheidet später darüber, ob die erste Begegnung im Revier zur Prüfung wird oder zur Selbstverständlichkeit. Mit Duftstoff präparierte Gegenstände eignen sich dabei besonders für die folgenden drei Übungen.
Vorstehen
Bringen Sie Ihrem Jagdhund bei, dass er bei Witterung von Wild vorsteht und damit anzeigt, in welcher Richtung sich das Wild befindet. Der Hund steht fest auf der Stelle, die Nase in die Witterung. Sie können ihn dann in Ruhe abrufen oder aus der Situation nehmen und wissen zugleich, dass sich Wild in der Nähe befindet.
Hunde, die diese Disziplin sicher beherrschen, beginnen nicht eigenmächtig zu jagen, weil das Anzeigen selbst zur belohnten Handlung geworden ist. Legen Sie dafür eine präparierte Stelle im Gelände an und führen Sie den Hund so heran, dass er die Witterung im Anlauf aufnimmt statt direkt darauf zu stoßen.
Schleppentraining
Bei der Schleppe ziehen Sie Wild oder Wildersatz über den Boden und legen damit eine zusammenhängende Spur, die der Hund mit der Nase ausarbeitet und an deren Ende er findet, was er bringen soll. Befestigen Sie dazu einen präparierten Dummy an einer langen Leine oder Schleppleine und ziehen Sie ihn über eine entsprechende Distanz durch den Bewuchs. Für diese Übung können Sie auch Schuhpads oder Fährtenschuhe überziehen und die Duft-Spur treten.
Am Ende der Spur legen Sie einen präparierten Dummy etwas versteckt aus. Der Hund soll das Apportel, also den Wildersatz, mit der Nase finden und nicht bereits von Weitem sehen. Beginnen Sie über kurze Distanzen von wenigen Metern und auf einer relativ geraden Linie. Je mehr Erfahrung Ihr Hund sammelt, desto schwieriger dürfen Sie die Aufgabe gestalten.
Hat Ihr Hund das Dummy gefunden, sollte er es entweder zu Ihnen apportieren oder Laut geben, je nachdem, was Sie mit ihm trainieren möchten.
Verlorensuche
Präparieren Sie ein Dummy mit Wild-Duftstoff. Besonders gut geeignet sind dafür unsere Felldummys mit Kaninchenfell, Fuchsfell oder Fasanenfell. Sprühen Sie etwas Duftstoff auf und verstecken Sie den Dummy. Am Anfang darf Ihr Hund dabei noch zuschauen. Dann schicken Sie ihn auf die Suche. Hat er den Dummy gefunden, ist entscheidend, dass er ihn umgehend zu Ihnen bringt.
Klappt dieser Schritt sicher, legen Sie den Dummy aus, ohne dass der Hund Sie dabei beobachten kann. Achten Sie darauf, das Suchgebiet nicht von der Stelle aus zu betreten, von der Sie später den Hund schicken. Optimal betreten Sie es von der gegenüberliegenden Seite und verlassen es auch wieder dort. Sonst folgt der Hund schlicht Ihrer eigenen Spur, und Sie trainieren etwas anderes als gedacht.
Die Verlorensuche können Sie ebenso im und am Wasser durchführen. Dafür eignen sich die geschäumten Dead-Fowl-Dummys besonders gut, die als fast real erscheinende Fasanen- und Entendummys bei uns erhältlich sind. Bringen Sie den Duftstoff mit dem Injektor direkt in den Dummykörper ein, dann hält die Witterung auch im Wasser. Bei der Wassersuche lässt man den Hund anfangs zusehen, später wirft man den Dummy ins Wasser oder ins Schilf, ohne dass er es beobachten kann.
Zur Dosierung: Mehr Duftstoff macht die Aufgabe nicht besser, sondern leichter. Ein überdosierter Dummy legt eine so breite Duftfahne, dass der Hund ihn aus zehn Metern aufnimmt, ohne eine Spur gearbeitet zu haben. Er lernt dabei genau das Gegenteil dessen, was Sie wollten. Beginnen Sie deshalb sparsam und gehen Sie bei Bedarf hoch, statt umgekehrt.
Vorteile für das Hundetraining durch den Einsatz von Duftstoffen
Mit den synthetischen Duftstoffen vom Wild bereiten Sie Ihren Hund nicht nur gezielt auf die jagdliche Arbeit vor. Sie haben zugleich die Möglichkeit, ihn über den Einsatz von Duftstoffen in Verbindung mit Antijagdtraining steuerbar und abrufbar zu machen, und Sie halten ein Mittel in der Hand, mit dem sich ein Hund artgerecht auslasten lässt.
Warum sich mehrere Wildarten im Schrank lohnen
Mit einer einzigen Wildart lernt Ihr Hund, einen Geruch zu suchen. Mit zweien oder dreien lernt er, diesen Geruch von anderen zu unterscheiden, und das ist der Unterschied zwischen einem Hund, der etwas findet, und einem, der spurtreu arbeitet.
Wenn Sie klein anfangen wollen: Hase für die Arbeit, Reh für das, was liegenbleiben soll. Mit diesen beiden decken Sie den größten Teil dessen ab, was im Alltag vorkommt. Das vollständige Sortiment samt Pumpsprayer und Injektor finden Sie direkt unter diesem Text.
Die passenden Dummys zum Duftstoff
Ein Dummy aus glattem Nylon nimmt Duftstoff an der Oberfläche an und gibt ihn ebenso schnell wieder ab. Fell und geschäumtes Material halten die Witterung deutlich länger, und genau darin liegt der Unterschied zwischen einer Übung und einer Übung, die auch nach zwei Stunden Stehzeit noch funktioniert.
Zwei Tropfen Duft. Ein Dummy. Und aus einer Wiese wird eine Aufgabe. Wir riechen davon nichts. Der Hund riecht nichts anderes mehr.
Deshalb liebt unser Hund Duftstoffe. Wir genau deswegen auch.
Häufige Fragen zu Wild-Duftstoffen
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Ein bis drei Tropfen auf einen Dummy genügen, verteilt auf mehrere Stellen statt alle an einem Punkt. Für eine getretene Spur reichen wenige Tropfen auf der Sohle, weil bei jedem Schritt etwas abgegeben wird. Wer deutlich höher dosiert, erleichtert dem Hund die Aufgabe so sehr, dass er die Spur gar nicht mehr arbeiten muss.
Ja. Die Duftstoffe von Pete Rickards werden auf synthetischer Basis hergestellt und sind dadurch nahezu unbegrenzt haltbar. Anders als bei Präparaten auf natürlicher Basis müssen Sie weder auf ein Verfallsdatum achten noch kühlen. Bewahren Sie die Flasche verschlossen und nicht in der prallen Sonne auf, dann übersteht sie auch längere Pausen ohne Verlust.
Für die eigentliche Arbeit auf der Wundfährte nicht. Dort wird mit Wildschweiß oder Fährtenschweiß-Konzentrat gearbeitet, weil der Hund genau diese Witterung später in der Nachsuche vorfindet. Wild-Duftstoff ist der Wildersatz für Schleppe, Verlorensuche und Dummyarbeit. Viele Führer nutzen beides nebeneinander und bauen mit Duftstoff die Spurtreue auf, bevor sie für die Prüfungsvorbereitung auf Schweiß wechseln.
Hase ist die unkomplizierteste Wahl, weil nahezu jeder Hund darauf anspringt und sich damit Schleppe wie Verlorensuche aufbauen lassen. Wollen Sie am Verhalten bei Wildkontakt arbeiten, nehmen Sie zusätzlich Reh, weil das die Witterung ist, der Ihr Hund draußen tatsächlich begegnet. Für die Wasserarbeit kommt Ente dazu.
Oberflächlich aufgebrachter Duftstoff löst sich beim Apport über Wasser nach kurzer Zeit. Deshalb gibt es den Injektor: Mit ihm bringen Sie die Witterung ins Innere eines geschäumten Dummykörpers, wo sie geschützt sitzt. Bei Dead-Fowl-Dummys ist das die übliche Vorgehensweise.
Allein dadurch nicht. Duftstoff ist das Werkzeug, mit dem Sie Wildkontakt überhaupt erst planbar machen, statt auf den Zufall im Revier zu warten. Sie können damit eine Witterung anbieten und ein Verhalten aufbauen, das sich für den Hund mehr lohnt als das Hinterherlaufen, etwa Anzeigen oder Zurückkommen. Das ist der Kern des Antijagdtrainings, und es braucht Wiederholung über Monate, nicht über Wochen.

