WILD-DUFTSTOFFE

... für Fährten- & Dummytraining

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Hase, Fuchs, Reh, Ente, Fasan, Wildschwein und mehr

Wild Duftstoffe für Hundetraining und Dummytraining

Bei uns erhalten Sie Duftstoffe von unterschiedlichen Wildtieren wie Hase, Fuchs, Reh, Ente, Wildschwein, Fasan und Taube. Unsere Duftstoffe stammen größtenteils vom amerikanischen Marktführer Pete Rickards, der sie auf synthetischer Basis herstellt. Das macht sie nahezu unbegrenzt haltbar und sehr effektiv. Wenige Tropfen genügen, um einen Gegenstand zu präparieren, einen Dummy ebenso wie eine Fährte.

Der Vorteil gegenüber echtem Wild liegt auf der Hand: Sie sind nicht auf die Jagdzeit angewiesen und brauchen weder Kühlung noch Platz in der Tiefkühltruhe. Entscheidender ist aber etwas anderes. Wer eine Übung aufbaut, erhöht die Schwierigkeit Schritt für Schritt und muss dabei wissen, was sich geändert hat. Bei echtem Wild schwankt die Witterung von Stück zu Stück und mit dem Alter. Scheitert der Hund, wissen Sie nicht, ob die Aufgabe zu schwer war oder das Material zu schwach. Synthetischer Duftstoff riecht beim zehnten Mal wie beim ersten, und damit bleibt genau eine Größe übrig, die Sie selbst verändert haben.

Eingesetzt werden Duftstoffe überall dort, wo echtes Wild unpraktisch oder gar nicht verfügbar ist: beim Legen einer Schleppe, beim Präparieren von Dummys und Fährtenschuhen, in der Verlorensuche an Land und am Wasser sowie bei der Gewöhnung junger Hunde an Wildgeruch.

Die Auswahl, mit der alles anfängt

Welche Wildart für welche Arbeit?

Die Wildart entscheidet nicht über die Qualität der Witterung, sondern über den Zusammenhang, in dem Ihr Hund sie kennenlernt. Wer das von Anfang an trennt, kann später mit demselben Hund apportieren und ihn trotzdem von der Rehfährte abrufen.

Haarwild

Hase
Der Klassiker für Schleppe und Verlorensuche. Breit einsetzbar und bei den meisten Hunden sofort interessant.
Kaninchen
Dieselbe Richtung wie Hase, etwas zurückhaltender. Passt zu Kaninchen-Felldummys, wenn Fell und Witterung zusammenpassen sollen.
Fuchs
Kräftig und durchdringend. Als Ablenkung auf der Nebenfährte oder für Hunde, die bei schwacher Witterung noch unsicher arbeiten.
Reh
Die Witterung, der Ihr Hund draußen wirklich begegnet. Deshalb erste Wahl, wenn Sie am Verhalten bei Wildkontakt arbeiten.
Wildschwein
Für die Gewöhnung an Sauenwitterung und für Hunde, die später an der Saujagd geführt werden.

Federwild

Ente
Erste Wahl für die Wasserarbeit und für alles, was mit Apportieren vom Wasser zu tun hat.
Fasan
Für die Feldarbeit und für das Vorstehen. Passt zu Fasanen-Felldummys und zu Dead-Fowl-Dummys.
Taube
Unaufdringlich und gut geeignet, um junge Hunde behutsam an Federwildwitterung zu gewöhnen.

Aus der Praxis: Trennen Sie von Beginn an zwei Richtungen. Eine Wildart steht für die Arbeit, die Sie belohnen, also Suchen, Finden und Bringen. Eine zweite steht für das, was der Hund liegenlassen soll. Wer alles mit demselben Duftstoff trainiert, bringt dem Hund bei, dass jede Witterung eine Aufforderung ist, und genau das will man im Revier nicht.

Hund arbeitet eine mit Wild-Duftstoff gelegte Schleppe im Gelände aus
Die Frage, die kaum jemand beantwortet

Woraus besteht ein synthetischer Wild-Duftstoff?

Die genaue Rezeptur verrät kein Hersteller, und das gilt für Pete Rickards ebenso wie für den Rest der Branche. Die Richtung lässt sich trotzdem beschreiben, denn die Chemie des Säugetiergeruchs ist seit Jahrzehnten erforscht. Wer weiß, was in so einer Flasche grundsätzlich passiert, versteht auch, warum sie sich so lange hält und warum sie für die eigene Nase nach so wenig riecht.

Die Leitsubstanzen

Säugetiergeruch beruht in erster Linie auf flüchtigen Schwefelverbindungen, auf kurzkettigen Carbonsäuren und auf Aldehyden. Jede Tierart hat davon ihr eigenes Mischungsverhältnis, und genau dieses Muster erkennt der Hund wieder. Ein synthetischer Duftstoff bildet nicht das vollständige Geruchsbild nach, sondern einige wenige dieser kennzeichnenden Verbindungen.

Die Trägerflüssigkeit

Die eigentlichen Riechstoffe wirken in Mengen, die sich nicht tropfenweise dosieren ließen. Sie sind deshalb in einer Trägerflüssigkeit gelöst, die zwei Aufgaben erfüllt: Sie macht die Dosierung überhaupt erst möglich und sorgt dafür, dass der Duftstoff auf dem Material haftet und nicht sofort verfliegt.

Was gerade nicht drin ist

Kein tierisches Eiweiß, kein Fett, keine Keime. Darin liegt der eigentliche Grund für die Haltbarkeit, denn es gibt schlicht nichts, was ranzig werden oder von Bakterien zersetzt werden könnte. Aus demselben Grund entfällt alles, was beim Umgang mit echtem Wildmaterial an Lagerung und Hygiene zu beachten wäre.

Warum Sie selbst so wenig riechen: Was Ihnen als dumpfer, schwer einzuordnender Geruch in die Nase steigt, ist für den Hund ein klar gezeichnetes Muster. Seine Nase arbeitet um Größenordnungen empfindlicher als Ihre, und sie ist darauf eingerichtet, genau solche Spuren aus einem Gemisch herauszufiltern. Ein Duftstoff, der für Sie kräftig riecht, ist für ihn deshalb meistens schon zu viel.

Drei Wege, einer davon der bequemste

Präparieren von Dummys und Fährtenschuhen mit Duftstoff

Sämtliche Duftstoffflaschen besitzen am oberen Ende eine kleine Öffnung, mit der sich der Duftstoff tropfenweise abgeben lässt. Welcher der drei Wege der richtige ist, hängt davon ab, was Sie präparieren und ob die Witterung Wasser überstehen muss.

1
Tropfen

Der direkte Weg aus der Flasche. Ein bis drei Tropfen auf einen Dummy, verteilt auf mehrere Stellen, genügen für eine komplette Trainingseinheit. Für Fährtenschuhe und Schuhpads tropfen Sie auf die Sohle, bevor Sie die Spur treten.

Am besten für: Schleppe, Fährte, tägliches Training
2
Pumpsprayer

Füllen Sie den Duftstoff in die als Zubehör erhältliche Pumpsprayer-Flasche und verteilen Sie ihn mit wenigen Sprühstößen großflächig. So liegt die Witterung nicht an einem Punkt, sondern auf dem gesamten Gegenstand, was den Geruch für den Hund deutlich intensiver macht.

Am besten für: Felldummys, große Flächen, Erstkontakt
3
Injektor

Mit der Spritze stechen Sie den Dummykörper an mehreren Stellen an und bringen einige Tropfen ins Innere ein. Die Witterung sitzt dann geschützt im Material und spült sich im Wasser nicht ab, was bei geschäumten Dummys den entscheidenden Unterschied macht.

Am besten für: Wasserarbeit, Schleppen über Wasser

Unser Tipp: der Beutel macht die halbe Arbeit

Wir präparieren Dummys einige Stunden vor dem Einsatz mit wenigen Tropfen und legen sie dann in einen gut verschlossenen Gefrierbeutel. Vor Ort wird der Dummy direkt aus dem Beutel entnommen und ausgelegt oder gezogen. Das klingt nach einer Kleinigkeit, löst aber gleich drei Probleme auf einmal.

Die Witterung verteilt sich
Im geschlossenen Beutel sättigt sich die Luft mit dem Duftstoff, statt dass er an der Auftragsstelle sitzt und der Rest des Dummys neutral bleibt.
Nichts verfliegt vorher
Ein offen transportierter Dummy gibt seine Witterung die ganze Fahrt über ab. Was im Beutel bleibt, steht Ihnen im Gelände noch zur Verfügung.
Sie riechen nicht selbst danach
Das ist der wichtigste Punkt. Wer einen präparierten Dummy in der Tasche trägt, verteilt die Witterung auf Tasche, Händen und Hose und legt damit unfreiwillig eine zweite Spur. Der Hund arbeitet dann Ihre Spur aus statt der Schleppe, und Sie halten das für einen Fehler des Hundes.
Dummy wird mit Wild-Duftstoff präpariert
Damit Sie das Richtige bestellen

Duftstoff, Schleppe oder Schweiß: was wofür?

Drei Begriffe, die im Alltag ständig durcheinandergehen, obwohl sie drei verschiedene Disziplinen bezeichnen. Wer hier sauber trennt, bestellt das Richtige und trainiert das, was er trainieren wollte.

Wild-Duftstoff

Was es ist
Synthetische Witterung aus der Flasche, tropfenweise aufgebracht.
Wofür
Schleppe, Verlorensuche, Dummyarbeit, Gewöhnung, Vorstehen
Zu beachten
Nahezu unbegrenzt haltbar, jederzeit verfügbar, immer gleich stark.

Schleppe

Was es ist
Eine Schleifspur: Wild oder Wildersatz wird über den Boden gezogen.
Wofür
Apportieren auf Distanz, Nasenarbeit, Prüfungsvorbereitung
Zu beachten
Mit präpariertem Dummy jederzeit nachstellbar, auch ohne echtes Wild.

Schweißfährte

Was es ist
Eine getupfte, getropfte oder mit dem Fährtenschuh getretene Spur aus Schweiß.
Wofür
Nachsuche und Schweißarbeit nach Prüfungsordnung
Zu beachten
Hierfür wird Wildschweiß oder Fährtenschweiß-Konzentrat verwendet, nicht Duftstoff.

Kurz gesagt: Der Duftstoff ersetzt das Wild, nicht den Schweiß. Alles, was mit Suchen, Finden und Bringen zu tun hat, lässt sich damit vollständig aufbauen. Für die eigentliche Schweißarbeit auf der Wundfährte greifen Sie dagegen zu Schweiß und nicht zu synthetischer Witterung. Beides schließt sich nicht aus, viele Führer arbeiten mit Duftstoff an der Spurtreue und wechseln für die Prüfungsvorbereitung auf Schweiß.

Vom Welpen bis zum geprüften Hund

Warum ist Duftstoff für mein Hundetraining sinnvoll?

Duftstoff ist für ein jagdliches Hundetraining ohne die Verwendung von Wild unerlässlich. Sie können damit bereits Ihren Welpen an Wildgeruch gewöhnen und ein gezieltes Verhalten bei Witterung aufbauen, lange bevor der Hund zum ersten Mal echtem Wild begegnet. Dieser Vorsprung entscheidet später darüber, ob die erste Begegnung im Revier zur Prüfung wird oder zur Selbstverständlichkeit. Mit Duftstoff präparierte Gegenstände eignen sich dabei besonders für die folgenden drei Übungen.

1

Vorstehen

Bringen Sie Ihrem Jagdhund bei, dass er bei Witterung von Wild vorsteht und damit anzeigt, in welcher Richtung sich das Wild befindet. Der Hund steht fest auf der Stelle, die Nase in die Witterung. Sie können ihn dann in Ruhe abrufen oder aus der Situation nehmen und wissen zugleich, dass sich Wild in der Nähe befindet.

Hunde, die diese Disziplin sicher beherrschen, beginnen nicht eigenmächtig zu jagen, weil das Anzeigen selbst zur belohnten Handlung geworden ist. Legen Sie dafür eine präparierte Stelle im Gelände an und führen Sie den Hund so heran, dass er die Witterung im Anlauf aufnimmt statt direkt darauf zu stoßen.

Für Fortgeschrittene
Wechseln Sie die Wildart, sobald das Anzeigen sitzt. Ein Hund, der nur bei Hase vorsteht, hat das einzelne Signal gelernt und nicht das Prinzip dahinter.
2

Schleppentraining

Bei der Schleppe ziehen Sie Wild oder Wildersatz über den Boden und legen damit eine zusammenhängende Spur, die der Hund mit der Nase ausarbeitet und an deren Ende er findet, was er bringen soll. Befestigen Sie dazu einen präparierten Dummy an einer langen Leine oder Schleppleine und ziehen Sie ihn über eine entsprechende Distanz durch den Bewuchs. Für diese Übung können Sie auch Schuhpads oder Fährtenschuhe überziehen und die Duft-Spur treten.

Am Ende der Spur legen Sie einen präparierten Dummy etwas versteckt aus. Der Hund soll das Apportel, also den Wildersatz, mit der Nase finden und nicht bereits von Weitem sehen. Beginnen Sie über kurze Distanzen von wenigen Metern und auf einer relativ geraden Linie. Je mehr Erfahrung Ihr Hund sammelt, desto schwieriger dürfen Sie die Aufgabe gestalten.

 
verlängern Sie die Spur
 
bauen Sie Bögen und Haken in die Spur ein
 
verlängern Sie den zeitlichen Abstand zwischen Fährte legen und Hund schicken
 
lassen Sie eine zweite Wildart die Spur kreuzen und prüfen Sie die Spurtreue

Hat Ihr Hund das Dummy gefunden, sollte er es entweder zu Ihnen apportieren oder Laut geben, je nachdem, was Sie mit ihm trainieren möchten.

Für Fortgeschrittene
Die Stehzeit, also der Abstand zwischen Legen und Schicken, ist der Hebel, mit dem sich die Schwierigkeit am feinsten dosieren lässt. Zwanzig Minuten sind für einen Anfänger bereits viel, erfahrene Hunde arbeiten Spuren nach mehreren Stunden aus. Erhöhen Sie immer nur eine Größe auf einmal, also entweder Länge oder Stehzeit oder Bewuchs. Wer zwei zugleich anzieht, weiß beim Misserfolg nicht, woran es lag.
3

Verlorensuche

Präparieren Sie ein Dummy mit Wild-Duftstoff. Besonders gut geeignet sind dafür unsere Felldummys mit Kaninchenfell, Fuchsfell oder Fasanenfell. Sprühen Sie etwas Duftstoff auf und verstecken Sie den Dummy. Am Anfang darf Ihr Hund dabei noch zuschauen. Dann schicken Sie ihn auf die Suche. Hat er den Dummy gefunden, ist entscheidend, dass er ihn umgehend zu Ihnen bringt.

Klappt dieser Schritt sicher, legen Sie den Dummy aus, ohne dass der Hund Sie dabei beobachten kann. Achten Sie darauf, das Suchgebiet nicht von der Stelle aus zu betreten, von der Sie später den Hund schicken. Optimal betreten Sie es von der gegenüberliegenden Seite und verlassen es auch wieder dort. Sonst folgt der Hund schlicht Ihrer eigenen Spur, und Sie trainieren etwas anderes als gedacht.

Die Verlorensuche können Sie ebenso im und am Wasser durchführen. Dafür eignen sich die geschäumten Dead-Fowl-Dummys besonders gut, die als fast real erscheinende Fasanen- und Entendummys bei uns erhältlich sind. Bringen Sie den Duftstoff mit dem Injektor direkt in den Dummykörper ein, dann hält die Witterung auch im Wasser. Bei der Wassersuche lässt man den Hund anfangs zusehen, später wirft man den Dummy ins Wasser oder ins Schilf, ohne dass er es beobachten kann.

Für Fortgeschrittene
Arbeiten Sie bewusst mit dem Wind. Ein Hund, der mit Rückenwind sucht, bekommt die Witterung erst, wenn er das Dummy bereits passiert hat, und muss daraufhin zurückarbeiten. Dasselbe erreichen Sie über die Zeit: Nach einigen Stunden kühlt der präparierte Dummy ab, die Duftpartikel verteilen sich weiter und die Fahne wird breiter, aber schwächer.

Zur Dosierung: Mehr Duftstoff macht die Aufgabe nicht besser, sondern leichter. Ein überdosierter Dummy legt eine so breite Duftfahne, dass der Hund ihn aus zehn Metern aufnimmt, ohne eine Spur gearbeitet zu haben. Er lernt dabei genau das Gegenteil dessen, was Sie wollten. Beginnen Sie deshalb sparsam und gehen Sie bei Bedarf hoch, statt umgekehrt.

Was Sie davon haben

Vorteile für das Hundetraining durch den Einsatz von Duftstoffen

Mit den synthetischen Duftstoffen vom Wild bereiten Sie Ihren Hund nicht nur gezielt auf die jagdliche Arbeit vor. Sie haben zugleich die Möglichkeit, ihn über den Einsatz von Duftstoffen in Verbindung mit Antijagdtraining steuerbar und abrufbar zu machen, und Sie halten ein Mittel in der Hand, mit dem sich ein Hund artgerecht auslasten lässt.

 
Unabhängig von der Jagdzeit. Sie trainieren im Juli dasselbe wie im Januar, ohne auf Wild angewiesen zu sein und ohne Platz in der Tiefkühltruhe.
 
Immer gleiche Stärke. Synthetisch hergestellte Witterung altert nicht und schwankt nicht. Der Unterschied zwischen zwei Durchgängen liegt damit in der Aufgabe und nicht im Material.
 
Auslastung ohne weite Wege. Eine sauber gelegte Schleppe von fünfzig Metern fordert einen Hund mehr als eine Stunde am Feldweg. Nasenarbeit ermüdet anders als Bewegung.
 
Kontrolle statt Verbot. Ein Hund, der gelernt hat, bei Witterung anzuzeigen statt loszulaufen, braucht kein Verbot mehr. Er hat eine Handlung, die sich für ihn lohnt.
Eine Flasche reicht für den Anfang, nicht für den Aufbau

Warum sich mehrere Wildarten im Schrank lohnen

Mit einer einzigen Wildart lernt Ihr Hund, einen Geruch zu suchen. Mit zweien oder dreien lernt er, diesen Geruch von anderen zu unterscheiden, und das ist der Unterschied zwischen einem Hund, der etwas findet, und einem, der spurtreu arbeitet.

Spurtreue wird prüfbar
Erst wenn eine zweite Wildart die gelegte Spur kreuzt, zeigt sich, ob Ihr Hund der Aufgabe folgt oder dem nächstbesten Reiz. Ohne Verleitung bleibt die Spurtreue eine Vermutung.
Arbeit und Ruhe trennen
Eine Wildart steht für das, was gesucht und gebracht wird. Eine andere steht für das, was liegenbleibt. Diese Trennung können Sie nur aufbauen, wenn Sie zwei zur Hand haben.
Kein Abstumpfen
Wer wochenlang dieselbe Witterung verwendet, bekommt irgendwann einen Hund, der die Übung kennt statt der Nase zu folgen. Ein Wechsel stellt die Aufgabe wieder her.
Vorrat verdirbt nicht
Synthetische Duftstoffe sind nahezu unbegrenzt haltbar, und von wenigen Tropfen je Übung reicht eine Flasche sehr lange. Eine zweite Wildart ist deshalb kein Verbrauchsgut, sondern eine einmalige Erweiterung Ihrer Möglichkeiten.

Wenn Sie klein anfangen wollen: Hase für die Arbeit, Reh für das, was liegenbleiben soll. Mit diesen beiden decken Sie den größten Teil dessen ab, was im Alltag vorkommt. Das vollständige Sortiment samt Pumpsprayer und Injektor finden Sie direkt unter diesem Text.

Was sich besonders gut präparieren lässt

Die passenden Dummys zum Duftstoff

Ein Dummy aus glattem Nylon nimmt Duftstoff an der Oberfläche an und gibt ihn ebenso schnell wieder ab. Fell und geschäumtes Material halten die Witterung deutlich länger, und genau darin liegt der Unterschied zwischen einer Übung und einer Übung, die auch nach zwei Stunden Stehzeit noch funktioniert.

Felldummys

Felldummys

Kaninchenfell, Fuchsfell oder Fasanenfell auf dem Dummykörper geben dem Hund zwei Reize gleichzeitig: die Witterung und das Griffgefühl echten Wildes. Das Haar hält den aufgesprühten Duftstoff zwischen den Fasern fest, wo er langsamer verfliegt als auf glattem Gewebe. Für die Verlorensuche und für junge Hunde, die lernen sollen, Wild vorsichtig aufzunehmen, ist das die naheliegende Wahl.

Besonders stimmig wird es, wenn Fell und Duftstoff zusammenpassen, also Kaninchenfell mit Hasen- oder Kaninchenwitterung.
Dead-Fowl-Dummys

Dead-Fowl-Dummys

Die geschäumten Enten- und Fasanendummys der Marke Dokken's kommen echtem Federwild in Form, Gewicht und Schwerpunkt sehr nahe. Entscheidend für die Duftstoffarbeit ist das Material: Mit dem Injektor bringen Sie die Witterung ins Innere des Körpers, wo sie geschützt sitzt und sich beim Apport über Wasser nicht abspült.

Damit lässt sich die Wasserarbeit so aufbauen, wie sie später stattfindet, und nicht als Trockenübung mit anschließender Überraschung.

Zwei Tropfen Duft. Ein Dummy. Und aus einer Wiese wird eine Aufgabe. Wir riechen davon nichts. Der Hund riecht nichts anderes mehr.

Deshalb liebt unser Hund Duftstoffe. Wir genau deswegen auch.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Wild-Duftstoffen

Klicken Sie auf eine Frage, um die Antwort zu öffnen.

Ein bis drei Tropfen auf einen Dummy genügen, verteilt auf mehrere Stellen statt alle an einem Punkt. Für eine getretene Spur reichen wenige Tropfen auf der Sohle, weil bei jedem Schritt etwas abgegeben wird. Wer deutlich höher dosiert, erleichtert dem Hund die Aufgabe so sehr, dass er die Spur gar nicht mehr arbeiten muss.

Ja. Die Duftstoffe von Pete Rickards werden auf synthetischer Basis hergestellt und sind dadurch nahezu unbegrenzt haltbar. Anders als bei Präparaten auf natürlicher Basis müssen Sie weder auf ein Verfallsdatum achten noch kühlen. Bewahren Sie die Flasche verschlossen und nicht in der prallen Sonne auf, dann übersteht sie auch längere Pausen ohne Verlust.

Für die eigentliche Arbeit auf der Wundfährte nicht. Dort wird mit Wildschweiß oder Fährtenschweiß-Konzentrat gearbeitet, weil der Hund genau diese Witterung später in der Nachsuche vorfindet. Wild-Duftstoff ist der Wildersatz für Schleppe, Verlorensuche und Dummyarbeit. Viele Führer nutzen beides nebeneinander und bauen mit Duftstoff die Spurtreue auf, bevor sie für die Prüfungsvorbereitung auf Schweiß wechseln.

Hase ist die unkomplizierteste Wahl, weil nahezu jeder Hund darauf anspringt und sich damit Schleppe wie Verlorensuche aufbauen lassen. Wollen Sie am Verhalten bei Wildkontakt arbeiten, nehmen Sie zusätzlich Reh, weil das die Witterung ist, der Ihr Hund draußen tatsächlich begegnet. Für die Wasserarbeit kommt Ente dazu.

Oberflächlich aufgebrachter Duftstoff löst sich beim Apport über Wasser nach kurzer Zeit. Deshalb gibt es den Injektor: Mit ihm bringen Sie die Witterung ins Innere eines geschäumten Dummykörpers, wo sie geschützt sitzt. Bei Dead-Fowl-Dummys ist das die übliche Vorgehensweise.

Allein dadurch nicht. Duftstoff ist das Werkzeug, mit dem Sie Wildkontakt überhaupt erst planbar machen, statt auf den Zufall im Revier zu warten. Sie können damit eine Witterung anbieten und ein Verhalten aufbauen, das sich für den Hund mehr lohnt als das Hinterherlaufen, etwa Anzeigen oder Zurückkommen. Das ist der Kern des Antijagdtrainings, und es braucht Wiederholung über Monate, nicht über Wochen.

Alle Wild-Duftstoffe und das Zubehör finden Sie direkt hier unten
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Hase, Fuchs, Reh, Ente, Fasan, Wildschwein und mehr

Wild Duftstoffe für Hundetraining und Dummytraining

Bei uns erhalten Sie Duftstoffe von unterschiedlichen Wildtieren wie Hase, Fuchs, Reh, Ente, Wildschwein, Fasan und Taube. Unsere Duftstoffe stammen größtenteils vom amerikanischen Marktführer Pete Rickards, der sie auf synthetischer Basis herstellt. Das macht sie nahezu unbegrenzt haltbar und sehr effektiv. Wenige Tropfen genügen, um einen Gegenstand zu präparieren, einen Dummy ebenso wie eine Fährte.

Der Vorteil gegenüber echtem Wild liegt auf der Hand: Sie sind nicht auf die Jagdzeit angewiesen und brauchen weder Kühlung noch Platz in der Tiefkühltruhe. Entscheidender ist aber etwas anderes. Wer eine Übung aufbaut, erhöht die Schwierigkeit Schritt für Schritt und muss dabei wissen, was sich geändert hat. Bei echtem Wild schwankt die Witterung von Stück zu Stück und mit dem Alter. Scheitert der Hund, wissen Sie nicht, ob die Aufgabe zu schwer war oder das Material zu schwach. Synthetischer Duftstoff riecht beim zehnten Mal wie beim ersten, und damit bleibt genau eine Größe übrig, die Sie selbst verändert haben.

Eingesetzt werden Duftstoffe überall dort, wo echtes Wild unpraktisch oder gar nicht verfügbar ist: beim Legen einer Schleppe, beim Präparieren von Dummys und Fährtenschuhen, in der Verlorensuche an Land und am Wasser sowie bei der Gewöhnung junger Hunde an Wildgeruch.

Die Auswahl, mit der alles anfängt

Welche Wildart für welche Arbeit?

Die Wildart entscheidet nicht über die Qualität der Witterung, sondern über den Zusammenhang, in dem Ihr Hund sie kennenlernt. Wer das von Anfang an trennt, kann später mit demselben Hund apportieren und ihn trotzdem von der Rehfährte abrufen.

Haarwild

Hase
Der Klassiker für Schleppe und Verlorensuche. Breit einsetzbar und bei den meisten Hunden sofort interessant.
Kaninchen
Dieselbe Richtung wie Hase, etwas zurückhaltender. Passt zu Kaninchen-Felldummys, wenn Fell und Witterung zusammenpassen sollen.
Fuchs
Kräftig und durchdringend. Als Ablenkung auf der Nebenfährte oder für Hunde, die bei schwacher Witterung noch unsicher arbeiten.
Reh
Die Witterung, der Ihr Hund draußen wirklich begegnet. Deshalb erste Wahl, wenn Sie am Verhalten bei Wildkontakt arbeiten.
Wildschwein
Für die Gewöhnung an Sauenwitterung und für Hunde, die später an der Saujagd geführt werden.

Federwild

Ente
Erste Wahl für die Wasserarbeit und für alles, was mit Apportieren vom Wasser zu tun hat.
Fasan
Für die Feldarbeit und für das Vorstehen. Passt zu Fasanen-Felldummys und zu Dead-Fowl-Dummys.
Taube
Unaufdringlich und gut geeignet, um junge Hunde behutsam an Federwildwitterung zu gewöhnen.

Aus der Praxis: Trennen Sie von Beginn an zwei Richtungen. Eine Wildart steht für die Arbeit, die Sie belohnen, also Suchen, Finden und Bringen. Eine zweite steht für das, was der Hund liegenlassen soll. Wer alles mit demselben Duftstoff trainiert, bringt dem Hund bei, dass jede Witterung eine Aufforderung ist, und genau das will man im Revier nicht.

Hund arbeitet eine mit Wild-Duftstoff gelegte Schleppe im Gelände aus
Die Frage, die kaum jemand beantwortet

Woraus besteht ein synthetischer Wild-Duftstoff?

Die genaue Rezeptur verrät kein Hersteller, und das gilt für Pete Rickards ebenso wie für den Rest der Branche. Die Richtung lässt sich trotzdem beschreiben, denn die Chemie des Säugetiergeruchs ist seit Jahrzehnten erforscht. Wer weiß, was in so einer Flasche grundsätzlich passiert, versteht auch, warum sie sich so lange hält und warum sie für die eigene Nase nach so wenig riecht.

Die Leitsubstanzen

Säugetiergeruch beruht in erster Linie auf flüchtigen Schwefelverbindungen, auf kurzkettigen Carbonsäuren und auf Aldehyden. Jede Tierart hat davon ihr eigenes Mischungsverhältnis, und genau dieses Muster erkennt der Hund wieder. Ein synthetischer Duftstoff bildet nicht das vollständige Geruchsbild nach, sondern einige wenige dieser kennzeichnenden Verbindungen.

Die Trägerflüssigkeit

Die eigentlichen Riechstoffe wirken in Mengen, die sich nicht tropfenweise dosieren ließen. Sie sind deshalb in einer Trägerflüssigkeit gelöst, die zwei Aufgaben erfüllt: Sie macht die Dosierung überhaupt erst möglich und sorgt dafür, dass der Duftstoff auf dem Material haftet und nicht sofort verfliegt.

Was gerade nicht drin ist

Kein tierisches Eiweiß, kein Fett, keine Keime. Darin liegt der eigentliche Grund für die Haltbarkeit, denn es gibt schlicht nichts, was ranzig werden oder von Bakterien zersetzt werden könnte. Aus demselben Grund entfällt alles, was beim Umgang mit echtem Wildmaterial an Lagerung und Hygiene zu beachten wäre.

Warum Sie selbst so wenig riechen: Was Ihnen als dumpfer, schwer einzuordnender Geruch in die Nase steigt, ist für den Hund ein klar gezeichnetes Muster. Seine Nase arbeitet um Größenordnungen empfindlicher als Ihre, und sie ist darauf eingerichtet, genau solche Spuren aus einem Gemisch herauszufiltern. Ein Duftstoff, der für Sie kräftig riecht, ist für ihn deshalb meistens schon zu viel.

Drei Wege, einer davon der bequemste

Präparieren von Dummys und Fährtenschuhen mit Duftstoff

Sämtliche Duftstoffflaschen besitzen am oberen Ende eine kleine Öffnung, mit der sich der Duftstoff tropfenweise abgeben lässt. Welcher der drei Wege der richtige ist, hängt davon ab, was Sie präparieren und ob die Witterung Wasser überstehen muss.

1
Tropfen

Der direkte Weg aus der Flasche. Ein bis drei Tropfen auf einen Dummy, verteilt auf mehrere Stellen, genügen für eine komplette Trainingseinheit. Für Fährtenschuhe und Schuhpads tropfen Sie auf die Sohle, bevor Sie die Spur treten.

Am besten für: Schleppe, Fährte, tägliches Training
2
Pumpsprayer

Füllen Sie den Duftstoff in die als Zubehör erhältliche Pumpsprayer-Flasche und verteilen Sie ihn mit wenigen Sprühstößen großflächig. So liegt die Witterung nicht an einem Punkt, sondern auf dem gesamten Gegenstand, was den Geruch für den Hund deutlich intensiver macht.

Am besten für: Felldummys, große Flächen, Erstkontakt
3
Injektor

Mit der Spritze stechen Sie den Dummykörper an mehreren Stellen an und bringen einige Tropfen ins Innere ein. Die Witterung sitzt dann geschützt im Material und spült sich im Wasser nicht ab, was bei geschäumten Dummys den entscheidenden Unterschied macht.

Am besten für: Wasserarbeit, Schleppen über Wasser

Unser Tipp: der Beutel macht die halbe Arbeit

Wir präparieren Dummys einige Stunden vor dem Einsatz mit wenigen Tropfen und legen sie dann in einen gut verschlossenen Gefrierbeutel. Vor Ort wird der Dummy direkt aus dem Beutel entnommen und ausgelegt oder gezogen. Das klingt nach einer Kleinigkeit, löst aber gleich drei Probleme auf einmal.

Die Witterung verteilt sich
Im geschlossenen Beutel sättigt sich die Luft mit dem Duftstoff, statt dass er an der Auftragsstelle sitzt und der Rest des Dummys neutral bleibt.
Nichts verfliegt vorher
Ein offen transportierter Dummy gibt seine Witterung die ganze Fahrt über ab. Was im Beutel bleibt, steht Ihnen im Gelände noch zur Verfügung.
Sie riechen nicht selbst danach
Das ist der wichtigste Punkt. Wer einen präparierten Dummy in der Tasche trägt, verteilt die Witterung auf Tasche, Händen und Hose und legt damit unfreiwillig eine zweite Spur. Der Hund arbeitet dann Ihre Spur aus statt der Schleppe, und Sie halten das für einen Fehler des Hundes.
Dummy wird mit Wild-Duftstoff präpariert
Damit Sie das Richtige bestellen

Duftstoff, Schleppe oder Schweiß: was wofür?

Drei Begriffe, die im Alltag ständig durcheinandergehen, obwohl sie drei verschiedene Disziplinen bezeichnen. Wer hier sauber trennt, bestellt das Richtige und trainiert das, was er trainieren wollte.

Wild-Duftstoff

Was es ist
Synthetische Witterung aus der Flasche, tropfenweise aufgebracht.
Wofür
Schleppe, Verlorensuche, Dummyarbeit, Gewöhnung, Vorstehen
Zu beachten
Nahezu unbegrenzt haltbar, jederzeit verfügbar, immer gleich stark.

Schleppe

Was es ist
Eine Schleifspur: Wild oder Wildersatz wird über den Boden gezogen.
Wofür
Apportieren auf Distanz, Nasenarbeit, Prüfungsvorbereitung
Zu beachten
Mit präpariertem Dummy jederzeit nachstellbar, auch ohne echtes Wild.

Schweißfährte

Was es ist
Eine getupfte, getropfte oder mit dem Fährtenschuh getretene Spur aus Schweiß.
Wofür
Nachsuche und Schweißarbeit nach Prüfungsordnung
Zu beachten
Hierfür wird Wildschweiß oder Fährtenschweiß-Konzentrat verwendet, nicht Duftstoff.

Kurz gesagt: Der Duftstoff ersetzt das Wild, nicht den Schweiß. Alles, was mit Suchen, Finden und Bringen zu tun hat, lässt sich damit vollständig aufbauen. Für die eigentliche Schweißarbeit auf der Wundfährte greifen Sie dagegen zu Schweiß und nicht zu synthetischer Witterung. Beides schließt sich nicht aus, viele Führer arbeiten mit Duftstoff an der Spurtreue und wechseln für die Prüfungsvorbereitung auf Schweiß.

Vom Welpen bis zum geprüften Hund

Warum ist Duftstoff für mein Hundetraining sinnvoll?

Duftstoff ist für ein jagdliches Hundetraining ohne die Verwendung von Wild unerlässlich. Sie können damit bereits Ihren Welpen an Wildgeruch gewöhnen und ein gezieltes Verhalten bei Witterung aufbauen, lange bevor der Hund zum ersten Mal echtem Wild begegnet. Dieser Vorsprung entscheidet später darüber, ob die erste Begegnung im Revier zur Prüfung wird oder zur Selbstverständlichkeit. Mit Duftstoff präparierte Gegenstände eignen sich dabei besonders für die folgenden drei Übungen.

1

Vorstehen

Bringen Sie Ihrem Jagdhund bei, dass er bei Witterung von Wild vorsteht und damit anzeigt, in welcher Richtung sich das Wild befindet. Der Hund steht fest auf der Stelle, die Nase in die Witterung. Sie können ihn dann in Ruhe abrufen oder aus der Situation nehmen und wissen zugleich, dass sich Wild in der Nähe befindet.

Hunde, die diese Disziplin sicher beherrschen, beginnen nicht eigenmächtig zu jagen, weil das Anzeigen selbst zur belohnten Handlung geworden ist. Legen Sie dafür eine präparierte Stelle im Gelände an und führen Sie den Hund so heran, dass er die Witterung im Anlauf aufnimmt statt direkt darauf zu stoßen.

Für Fortgeschrittene
Wechseln Sie die Wildart, sobald das Anzeigen sitzt. Ein Hund, der nur bei Hase vorsteht, hat das einzelne Signal gelernt und nicht das Prinzip dahinter.
2

Schleppentraining

Bei der Schleppe ziehen Sie Wild oder Wildersatz über den Boden und legen damit eine zusammenhängende Spur, die der Hund mit der Nase ausarbeitet und an deren Ende er findet, was er bringen soll. Befestigen Sie dazu einen präparierten Dummy an einer langen Leine oder Schleppleine und ziehen Sie ihn über eine entsprechende Distanz durch den Bewuchs. Für diese Übung können Sie auch Schuhpads oder Fährtenschuhe überziehen und die Duft-Spur treten.

Am Ende der Spur legen Sie einen präparierten Dummy etwas versteckt aus. Der Hund soll das Apportel, also den Wildersatz, mit der Nase finden und nicht bereits von Weitem sehen. Beginnen Sie über kurze Distanzen von wenigen Metern und auf einer relativ geraden Linie. Je mehr Erfahrung Ihr Hund sammelt, desto schwieriger dürfen Sie die Aufgabe gestalten.

 
verlängern Sie die Spur
 
bauen Sie Bögen und Haken in die Spur ein
 
verlängern Sie den zeitlichen Abstand zwischen Fährte legen und Hund schicken
 
lassen Sie eine zweite Wildart die Spur kreuzen und prüfen Sie die Spurtreue

Hat Ihr Hund das Dummy gefunden, sollte er es entweder zu Ihnen apportieren oder Laut geben, je nachdem, was Sie mit ihm trainieren möchten.

Für Fortgeschrittene
Die Stehzeit, also der Abstand zwischen Legen und Schicken, ist der Hebel, mit dem sich die Schwierigkeit am feinsten dosieren lässt. Zwanzig Minuten sind für einen Anfänger bereits viel, erfahrene Hunde arbeiten Spuren nach mehreren Stunden aus. Erhöhen Sie immer nur eine Größe auf einmal, also entweder Länge oder Stehzeit oder Bewuchs. Wer zwei zugleich anzieht, weiß beim Misserfolg nicht, woran es lag.
3

Verlorensuche

Präparieren Sie ein Dummy mit Wild-Duftstoff. Besonders gut geeignet sind dafür unsere Felldummys mit Kaninchenfell, Fuchsfell oder Fasanenfell. Sprühen Sie etwas Duftstoff auf und verstecken Sie den Dummy. Am Anfang darf Ihr Hund dabei noch zuschauen. Dann schicken Sie ihn auf die Suche. Hat er den Dummy gefunden, ist entscheidend, dass er ihn umgehend zu Ihnen bringt.

Klappt dieser Schritt sicher, legen Sie den Dummy aus, ohne dass der Hund Sie dabei beobachten kann. Achten Sie darauf, das Suchgebiet nicht von der Stelle aus zu betreten, von der Sie später den Hund schicken. Optimal betreten Sie es von der gegenüberliegenden Seite und verlassen es auch wieder dort. Sonst folgt der Hund schlicht Ihrer eigenen Spur, und Sie trainieren etwas anderes als gedacht.

Die Verlorensuche können Sie ebenso im und am Wasser durchführen. Dafür eignen sich die geschäumten Dead-Fowl-Dummys besonders gut, die als fast real erscheinende Fasanen- und Entendummys bei uns erhältlich sind. Bringen Sie den Duftstoff mit dem Injektor direkt in den Dummykörper ein, dann hält die Witterung auch im Wasser. Bei der Wassersuche lässt man den Hund anfangs zusehen, später wirft man den Dummy ins Wasser oder ins Schilf, ohne dass er es beobachten kann.

Für Fortgeschrittene
Arbeiten Sie bewusst mit dem Wind. Ein Hund, der mit Rückenwind sucht, bekommt die Witterung erst, wenn er das Dummy bereits passiert hat, und muss daraufhin zurückarbeiten. Dasselbe erreichen Sie über die Zeit: Nach einigen Stunden kühlt der präparierte Dummy ab, die Duftpartikel verteilen sich weiter und die Fahne wird breiter, aber schwächer.

Zur Dosierung: Mehr Duftstoff macht die Aufgabe nicht besser, sondern leichter. Ein überdosierter Dummy legt eine so breite Duftfahne, dass der Hund ihn aus zehn Metern aufnimmt, ohne eine Spur gearbeitet zu haben. Er lernt dabei genau das Gegenteil dessen, was Sie wollten. Beginnen Sie deshalb sparsam und gehen Sie bei Bedarf hoch, statt umgekehrt.

Was Sie davon haben

Vorteile für das Hundetraining durch den Einsatz von Duftstoffen

Mit den synthetischen Duftstoffen vom Wild bereiten Sie Ihren Hund nicht nur gezielt auf die jagdliche Arbeit vor. Sie haben zugleich die Möglichkeit, ihn über den Einsatz von Duftstoffen in Verbindung mit Antijagdtraining steuerbar und abrufbar zu machen, und Sie halten ein Mittel in der Hand, mit dem sich ein Hund artgerecht auslasten lässt.

 
Unabhängig von der Jagdzeit. Sie trainieren im Juli dasselbe wie im Januar, ohne auf Wild angewiesen zu sein und ohne Platz in der Tiefkühltruhe.
 
Immer gleiche Stärke. Synthetisch hergestellte Witterung altert nicht und schwankt nicht. Der Unterschied zwischen zwei Durchgängen liegt damit in der Aufgabe und nicht im Material.
 
Auslastung ohne weite Wege. Eine sauber gelegte Schleppe von fünfzig Metern fordert einen Hund mehr als eine Stunde am Feldweg. Nasenarbeit ermüdet anders als Bewegung.
 
Kontrolle statt Verbot. Ein Hund, der gelernt hat, bei Witterung anzuzeigen statt loszulaufen, braucht kein Verbot mehr. Er hat eine Handlung, die sich für ihn lohnt.
Eine Flasche reicht für den Anfang, nicht für den Aufbau

Warum sich mehrere Wildarten im Schrank lohnen

Mit einer einzigen Wildart lernt Ihr Hund, einen Geruch zu suchen. Mit zweien oder dreien lernt er, diesen Geruch von anderen zu unterscheiden, und das ist der Unterschied zwischen einem Hund, der etwas findet, und einem, der spurtreu arbeitet.

Spurtreue wird prüfbar
Erst wenn eine zweite Wildart die gelegte Spur kreuzt, zeigt sich, ob Ihr Hund der Aufgabe folgt oder dem nächstbesten Reiz. Ohne Verleitung bleibt die Spurtreue eine Vermutung.
Arbeit und Ruhe trennen
Eine Wildart steht für das, was gesucht und gebracht wird. Eine andere steht für das, was liegenbleibt. Diese Trennung können Sie nur aufbauen, wenn Sie zwei zur Hand haben.
Kein Abstumpfen
Wer wochenlang dieselbe Witterung verwendet, bekommt irgendwann einen Hund, der die Übung kennt statt der Nase zu folgen. Ein Wechsel stellt die Aufgabe wieder her.
Vorrat verdirbt nicht
Synthetische Duftstoffe sind nahezu unbegrenzt haltbar, und von wenigen Tropfen je Übung reicht eine Flasche sehr lange. Eine zweite Wildart ist deshalb kein Verbrauchsgut, sondern eine einmalige Erweiterung Ihrer Möglichkeiten.

Wenn Sie klein anfangen wollen: Hase für die Arbeit, Reh für das, was liegenbleiben soll. Mit diesen beiden decken Sie den größten Teil dessen ab, was im Alltag vorkommt. Das vollständige Sortiment samt Pumpsprayer und Injektor finden Sie direkt unter diesem Text.

Was sich besonders gut präparieren lässt

Die passenden Dummys zum Duftstoff

Ein Dummy aus glattem Nylon nimmt Duftstoff an der Oberfläche an und gibt ihn ebenso schnell wieder ab. Fell und geschäumtes Material halten die Witterung deutlich länger, und genau darin liegt der Unterschied zwischen einer Übung und einer Übung, die auch nach zwei Stunden Stehzeit noch funktioniert.

Felldummys

Felldummys

Kaninchenfell, Fuchsfell oder Fasanenfell auf dem Dummykörper geben dem Hund zwei Reize gleichzeitig: die Witterung und das Griffgefühl echten Wildes. Das Haar hält den aufgesprühten Duftstoff zwischen den Fasern fest, wo er langsamer verfliegt als auf glattem Gewebe. Für die Verlorensuche und für junge Hunde, die lernen sollen, Wild vorsichtig aufzunehmen, ist das die naheliegende Wahl.

Besonders stimmig wird es, wenn Fell und Duftstoff zusammenpassen, also Kaninchenfell mit Hasen- oder Kaninchenwitterung.
Dead-Fowl-Dummys

Dead-Fowl-Dummys

Die geschäumten Enten- und Fasanendummys der Marke Dokken's kommen echtem Federwild in Form, Gewicht und Schwerpunkt sehr nahe. Entscheidend für die Duftstoffarbeit ist das Material: Mit dem Injektor bringen Sie die Witterung ins Innere des Körpers, wo sie geschützt sitzt und sich beim Apport über Wasser nicht abspült.

Damit lässt sich die Wasserarbeit so aufbauen, wie sie später stattfindet, und nicht als Trockenübung mit anschließender Überraschung.

Zwei Tropfen Duft. Ein Dummy. Und aus einer Wiese wird eine Aufgabe. Wir riechen davon nichts. Der Hund riecht nichts anderes mehr.

Deshalb liebt unser Hund Duftstoffe. Wir genau deswegen auch.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Wild-Duftstoffen

Klicken Sie auf eine Frage, um die Antwort zu öffnen.

Ein bis drei Tropfen auf einen Dummy genügen, verteilt auf mehrere Stellen statt alle an einem Punkt. Für eine getretene Spur reichen wenige Tropfen auf der Sohle, weil bei jedem Schritt etwas abgegeben wird. Wer deutlich höher dosiert, erleichtert dem Hund die Aufgabe so sehr, dass er die Spur gar nicht mehr arbeiten muss.

Ja. Die Duftstoffe von Pete Rickards werden auf synthetischer Basis hergestellt und sind dadurch nahezu unbegrenzt haltbar. Anders als bei Präparaten auf natürlicher Basis müssen Sie weder auf ein Verfallsdatum achten noch kühlen. Bewahren Sie die Flasche verschlossen und nicht in der prallen Sonne auf, dann übersteht sie auch längere Pausen ohne Verlust.

Für die eigentliche Arbeit auf der Wundfährte nicht. Dort wird mit Wildschweiß oder Fährtenschweiß-Konzentrat gearbeitet, weil der Hund genau diese Witterung später in der Nachsuche vorfindet. Wild-Duftstoff ist der Wildersatz für Schleppe, Verlorensuche und Dummyarbeit. Viele Führer nutzen beides nebeneinander und bauen mit Duftstoff die Spurtreue auf, bevor sie für die Prüfungsvorbereitung auf Schweiß wechseln.

Hase ist die unkomplizierteste Wahl, weil nahezu jeder Hund darauf anspringt und sich damit Schleppe wie Verlorensuche aufbauen lassen. Wollen Sie am Verhalten bei Wildkontakt arbeiten, nehmen Sie zusätzlich Reh, weil das die Witterung ist, der Ihr Hund draußen tatsächlich begegnet. Für die Wasserarbeit kommt Ente dazu.

Oberflächlich aufgebrachter Duftstoff löst sich beim Apport über Wasser nach kurzer Zeit. Deshalb gibt es den Injektor: Mit ihm bringen Sie die Witterung ins Innere eines geschäumten Dummykörpers, wo sie geschützt sitzt. Bei Dead-Fowl-Dummys ist das die übliche Vorgehensweise.

Allein dadurch nicht. Duftstoff ist das Werkzeug, mit dem Sie Wildkontakt überhaupt erst planbar machen, statt auf den Zufall im Revier zu warten. Sie können damit eine Witterung anbieten und ein Verhalten aufbauen, das sich für den Hund mehr lohnt als das Hinterherlaufen, etwa Anzeigen oder Zurückkommen. Das ist der Kern des Antijagdtrainings, und es braucht Wiederholung über Monate, nicht über Wochen.

Alle Wild-Duftstoffe und das Zubehör finden Sie direkt hier unten
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Hunde Wild-Duftstoff Hase
Duftstoff Hase

2-3 Werktage

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13,90 € *
Hunde Wild-Duftstoff Fasan
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2-3 Werktage

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Hunde Wild-Duftstoff Ente
Duftstoff Ente

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Hunde Wild-Duftstoff Fuchs
Duftstoff Fuchs

2-3 Werktage

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Hunde Wild-Dufutstoff Taube
Duftstoff Taube

2-3 Werktage

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Hunde Wild-Dufutstoff Reh
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2-3 Werktage

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Hunde Wild-Dufutstoff Wildschwein
Duftstoff Wildschwein

2-3 Werktage

Inhalt 0.118 Liter (194,07 € * / 1Liter)
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Injektor Spritze für Wild Duftstoffe - zum Einspritzen in Dummys
Dokken's Duftstoff Injector

2-3 Werktage

9,90 € *
Pete Rickards Duftstoff Pumpsprayer - zum Präparieren mit Duftstoff
Duftstoff Pumpsprayer

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Pete Rickards Duftstoff Schuhpads - für Spuren- und Fährtentraining
Duftstoff Schuh-Pads Profi

2-3 Werktage

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