Markieren beim Hund: So trainierst du das sichere Fixieren

Dummytraining: Markieren, Verlorensuche & Einweisen

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Markieren wirkt auf den ersten Blick wie die einfachste Übung der gesamten Dummyarbeit. Ein Dummy fällt, der Hund läuft hin, bringt ihn zurück – fertig. Wer genauer hinschaut, entdeckt jedoch eine der anspruchsvollsten Grundfähigkeiten überhaupt: Der Hund muss beobachten, sich konzentrieren, warten und sich eine Position exakt merken, bevor er überhaupt losdarf.

Genau diese Kombination aus Geduld und Präzision macht Markieren zum entscheidenden Fundament für jede weitere Dummyarbeit. In diesem Artikel erfährst du, was Markieren konkret bedeutet, wie du es Schritt für Schritt sauber aufbaust, welche Fehler den Trainingsfortschritt am häufigsten bremsen und welcher Dummy für diese Disziplin besonders gut geeignet ist.

In diesem Artikel erfährst du:

  • was Markieren bedeutet und wie es sich von Apportieren und Verlorensuche unterscheidet
  • warum Markieren das Fundament der fortgeschrittenen Dummyarbeit bildet
  • wie du Markieren Schritt für Schritt sauber aufbaust
  • welche typischen Fehler den Fortschritt bremsen
  • welcher Hundedummy sich für das Markiertraining am besten eignet

 

Was bedeutet Markieren beim Dummytraining?

Markieren auf einen Blick

  • der Hund beobachtet den sichtbaren Wurf oder Fall des Dummys
  • er merkt sich die genaue Fallstelle
  • er wartet auf ein Freigabesignal
  • erst danach läuft er gezielt zur Fallstelle
  • stammt ursprünglich aus der praktischen Jagdhundearbeit

Markieren beschreibt die Fähigkeit eines Hundes, einen sichtbar fallenden oder geworfenen Dummy zu beobachten, sich die genaue Fallstelle einzuprägen und ihn erst nach einem Freigabesignal gezielt zu holen.

Definition

Der Begriff stammt aus der praktischen Jagdhundearbeit: Ein Hund "markiert" die Stelle, an der ein Stück Wild fällt, um es später präzise wiederzufinden. Im Dummytraining übernimmt der geworfene Dummy diese Funktion – der Hund übt das gleiche Verhalten, ohne dass echtes Wild im Spiel ist.

Unterschied zum Apportieren

Reines Apportieren – wie es viele Hunde bereits aus dem Grundlagentraining kennen – verlangt vom Hund lediglich, einen Gegenstand zu bringen. Markieren geht deutlich weiter: Der Hund muss den gesamten Flugverlauf beobachten, sich die exakte Position merken und diese Information über mehrere Sekunden oder gar Minuten im Gedächtnis behalten, bevor er zum Einsatz kommt.

Unterschied zur Verlorensuche

Bei der Verlorensuche sucht der Hund einen Dummy, den er nicht hat fallen sehen – er arbeitet rein über die Nase. Beim Markieren hat der Hund den Wurf gesehen und nutzt primär sein Gedächtnis und seine visuelle Orientierung, um zur richtigen Stelle zu gelangen. Beide Disziplinen ergänzen sich, sind aber grundverschieden in der Art der geforderten Fähigkeit.

 

Warum ist Markieren der wichtigste Einstieg ins fortgeschrittene Dummytraining?

Diese Fähigkeiten werden beim Markieren geschult

  • räumliche Merkfähigkeit
  • ruhige, fokussierte Konzentration
  • visuelle Blickführung
  • strukturierte Zusammenarbeit zwischen Hund und Mensch

Merkfähigkeit

Ein Hund, der sich Fallstellen über mehrere Sekunden hinweg merken kann, entwickelt eine räumliche Erinnerungsfähigkeit, die später bei Mehrfachmarkierungen, Verlorensuche und Einweisen unverzichtbar wird. Diese Fähigkeit wächst mit der Praxis – je öfter sie trainiert wird, desto präziser wird sie.

Konzentration

Während des Wartens, Beobachtens und der kontrollierten Annäherung an die Fallstelle muss der Hund vollständig bei der Sache bleiben. Diese Form der Konzentration unterscheidet sich grundlegend von der spontanen Aufregung beim einfachen Ballwerfen – sie ist ruhiger, fokussierter und nachhaltiger.

Blickführung

Markieren schult die Fähigkeit des Hundes, mit den Augen zu arbeiten – den Flug des Dummys zu verfolgen, die Landestelle exakt zu erfassen und diese visuelle Information in eine motorische Handlung umzusetzen. Diese Blickführung ist eine Grundvoraussetzung für spätere Disziplinen wie das Einweisen, bei dem der Hund zusätzlich auf Handzeichen reagieren muss.

Zusammenarbeit

Markieren ist die erste Disziplin, bei der Hund und Mensch ein gemeinsames Ritual entwickeln: Wurf, Warten, Freigabe, Apport. Dieser klare Ablauf bildet die kommunikative Basis für alles, was im weiteren Training noch folgt.

 

Wie funktioniert Markieren aus Sicht des Hundes?

Aus der Perspektive des Hundes ist Markieren ein faszinierender Mix aus Beobachtung, Erwartung und kontrollierter Handlung.

Wenn ein Dummy geworfen wird, folgt der Hund instinktiv mit den Augen der Flugbahn – dieses Verhalten ist bei den meisten Hunden bereits angelegt, muss aber für ein präzises Markieren verfeinert werden. Der Hund speichert die Landestelle nicht als exakte GPS-Koordinate, sondern als Kombination aus visuellen Landmarken: ein Busch, eine Bodenwelle, ein Schattenwurf.

Genau hier liegt eine der größten Herausforderungen beim Training: Je unauffälliger das Gelände, desto schwieriger wird die Orientierung für den Hund. Ein Wurf auf freier, gleichförmiger Fläche ist deutlich anspruchsvoller zu markieren als ein Wurf neben einem markanten Gegenstand.

Während der Wartephase – also der Zeit zwischen Fallstelle und Freigabe – baut sich im Hund eine Spannung auf, die kontrolliert werden muss. Genau dieses Aushalten der Spannung, ohne vorzeitig zu starten, ist der Kern dessen, was Markiertraining tatsächlich vermittelt.

 

Markieren Schritt für Schritt aufbauen

Der Aufbau in vier Schritten

  1. kurze sichtbare Würfe auf wenige Meter
  2. den Hund ruhig an Ort und Stelle warten lassen
  3. erst nach klarer Freigabe zur Fallstelle schicken
  4. sauberes, zügiges Zurückbringen fördern

Der systematische Aufbau des Markierens erfolgt in klar abgegrenzten Phasen, die jeweils auf der vorherigen aufbauen.

Vorbereitung

Bevor die eigentliche Übung beginnt, sollten einige Rahmenbedingungen stimmen: ein ruhiger, ablenkungsarmer Trainingsort, ein passender Hundedummy, eine motivierte Grundstimmung beim Hund und ausreichend Zeit für mehrere kurze Wiederholungen statt einer langen, erschöpfenden Einheit.

Schritt 1: Kurze sichtbare Würfe

Der Dummy wird zunächst auf sehr kurze Distanz – wenige Meter – geworfen, während der Hund den gesamten Vorgang beobachten kann. Wichtig ist, dass die Fallstelle gut sichtbar bleibt und keine Hindernisse den Blick des Hundes verdecken.

Schritt 2: Hund ruhig warten lassen

Nach dem Wurf folgt die entscheidende Phase: Der Hund soll an Ort und Stelle ruhig bleiben, statt sofort loszustürmen. Diese kurze Pause – am Anfang nur ein bis zwei Sekunden – ist der Moment, in dem echte Impulskontrolle trainiert wird.

Schritt 3: Erst nach Freigabe schicken

Erst nach einem klaren Freigabesignal – einem Wort, einer Handbewegung oder einem Namen – darf der Hund zur Fallstelle laufen. Diese Trennung zwischen Reiz (Wurf) und Handlung (Apport) ist das eigentliche Kernelement des Markierens.

Schritt 4: Sauberes Zurückbringen fördern

Hat der Hund den Dummy gefunden, soll er ihn zügig und kontrolliert zurückbringen. Wer hier bereits an einem ruhigen Ausgeben gearbeitet hat, profitiert jetzt davon – das Markieren wird dadurch zu einem runden, in sich geschlossenen Vorgang.

 

Die ersten Markierübungen für Anfänger

Für den Einstieg eignen sich besonders einfache, klar strukturierte Übungen, die schnelle Erfolgserlebnisse ermöglichen.

Übung 1 – Der kurze Sichtwurf: Der Dummy wird drei bis vier Meter weit auf offene, gut sichtbare Fläche geworfen. Eine Sekunde Wartezeit, dann Freigabe.

Übung 2 – Variierte Wurfrichtung: Sobald die erste Übung sicher klappt, wird die Wurfrichtung leicht verändert – mal nach links, mal nach rechts, mal geradeaus. Der Hund lernt, sich nicht auf eine feste Richtung zu verlassen, sondern wirklich zu beobachten.

Übung 3 – Leicht erschwertes Gelände: Der Dummy fällt nicht mehr auf reinem Rasen, sondern in etwas höherem Gras oder neben einem kleinen Hindernis. Das fordert die Merkfähigkeit stärker, bleibt aber durch die kurze Distanz beherrschbar.

Bei all diesen Übungen gilt: lieber häufiger kurze, erfolgreiche Wiederholungen als wenige, überfordernde Versuche.

 

Markieren auf größere Distanzen ausbauen

Sobald die Grundübungen zuverlässig funktionieren, kann die Schwierigkeit schrittweise erhöht werden.

Größere Entfernung

Die Wurfweite wird langsam gesteigert – nicht sprunghaft, sondern in kleinen, gut beherrschbaren Schritten. Jede neue Distanz sollte erst gefestigt werden, bevor die nächste Steigerung erfolgt.

Anspruchsvolleres Gelände

Statt offener Flächen kommen nun leicht unübersichtliche Bereiche zum Einsatz – Wiesen mit Bodenwellen, niedriges Gebüsch, unterschiedliche Untergründe. Der Hund lernt, sich auch bei erschwerter Sicht zu orientieren.

Mehrere Markierungen

Eine deutliche Steigerung stellt die sogenannte Doppelmarkierung dar: Zwei Dummys werden nacheinander an unterschiedlichen Stellen geworfen, und der Hund muss sich beide Positionen merken und sie in der richtigen Reihenfolge apportieren. Dies setzt voraus, dass einzelne Markierungen bereits absolut sicher sitzen.

Unterschiedliche Dummys

Der Einsatz verschiedener Dummytypen – unterschiedliche Farben, Gewichte oder Materialien – kann zusätzliche Variabilität ins Training bringen und verhindert, dass sich der Hund auf einen bestimmten Dummy-Typ fixiert.

 

Typische Fehler beim Markiertraining

Häufige Fehler

  • zu weit werfen
  • Hund wird hektisch und läuft zu früh los
  • schlechte Sicht durch dichtes Gelände
  • mehrere Würfe zu früh eingeführt
  • Dummy verschwindet im hohen Gras

Selbst engagierte Hundehalter tappen beim Markiertraining häufig in dieselben Fallen.

Zu weit werfen. Wer die Distanz zu früh steigert, überfordert die Merkfähigkeit des Hundes. Die Folge: unsicheres Suchverhalten statt zielgerichteten Laufens zur Fallstelle.

Hund wird hektisch. Ein Hund, der ständig zu früh losläuft oder sich nicht beruhigen kann, hat oft noch keine ausreichende Impulskontrolle für die Wartephase entwickelt. Hier hilft es, einen Schritt zurückzugehen und kürzere Wartezeiten zu trainieren.

Schlechte Sicht. Würfe in dichtes, hohes Gras oder gegen die Sonne erschweren die visuelle Orientierung erheblich und sollten erst bei fortgeschrittenem Training eingesetzt werden.

Mehrere Würfe zu früh. Doppelmarkierungen sind anspruchsvoll und sollten erst eingeführt werden, wenn einzelne Markierungen über verschiedene Distanzen und Geländetypen sicher funktionieren.

Hund startet ohne Freigabe. Dieser sogenannte Blindstart ist einer der häufigsten Anfängerfehler. Die Lösung liegt fast immer darin, die Anforderungen kurzfristig zu reduzieren – kürzere Wartezeiten, kürzere Distanzen – und das saubere Warten neu zu festigen.

Dummy verschwindet im hohen Gras. Wenn der Hund den Dummy am Zielort nicht findet, war entweder die Wurfstelle zu unübersichtlich oder die Markierfähigkeit noch nicht ausreichend trainiert. Ein Rückschritt zu einfacheren Bedingungen schafft hier schnell wieder Sicherheit.

 

Welcher Dummy eignet sich zum Markiertraining?

Empfehlungen für das Markiertraining

  • auffällige Farben wie Weiß oder Orange erleichtern die Orientierung
  • 250 g für den Einstieg, 500 g für größere oder erfahrene Hunde
  • robuste Canvas-Dummys als erste Wahl
  • Futterdummy bei Bedarf zur zusätzlichen Motivation

Die Wahl des richtigen Hundedummys hat direkten Einfluss auf den Trainingserfolg beim Markieren.

Sichtbarkeit zählt

Für das Markiertraining sind auffällig gefärbte Dummys – etwa in Weiß oder Orange – besonders wertvoll. Sie heben sich deutlich vom Untergrund ab und erleichtern es dem Hund, die Fallstelle visuell zu erfassen, gerade in der Anfangsphase. Erst mit zunehmender Erfahrung lässt sich diese visuelle Hilfe reduzieren, indem auch unauffälligere Dummyfarben eingesetzt werden.

Größe und Gewicht

Für den Einstieg eignen sich Dummys im Bereich von 250 Gramm gut – sie sind leicht genug, um unkompliziert getragen zu werden, aber schwer genug, um eine saubere Flugbahn und ein deutliches Aufkommen zu erzeugen. Mit wachsender Erfahrung können auch 500-Gramm-Modelle eingesetzt werden, besonders bei größeren Hunden.

Material

Robuste Canvas Dummys sind für das Markiertraining die erste Wahl, da sie eine gute Balance zwischen Sichtbarkeit, Wurfverhalten und Langlebigkeit bieten. Wer die Motivation zusätzlich steigern möchte, kann ergänzend einen Futterdummy einsetzen – besonders dann, wenn der Hund anfangs noch wenig Eigenantrieb beim Apportieren zeigt.

Eine breite Auswahl an passenden Hundedummys für jedes Trainingsniveau findest du hier: Hundedummys & Dummys für Hunde

 

Häufige Probleme beim Markieren lösen

Mein Hund schaut dem Dummy nicht nach

Manche Hunde reagieren zunächst kaum auf den fliegenden Dummy. Hier hilft es, den Wurf bewusst aufzuwerten – mit etwas mehr Schwung, einer auffälligen Farbe oder kurzem, motivierendem Anlocken vor dem Wurf, damit der Hund den Moment des Abwurfs nicht verpasst.

Mein Hund rennt sofort los

Dieser sogenannte Blindstart entsteht meist, weil die Erwartungsspannung höher ist als die trainierte Impulskontrolle. Die Lösung: kürzere Wartezeiten, mehr Wiederholungen auf niedrigem Niveau, bevor die Anforderungen wieder gesteigert werden.

Mein Hund findet den Dummy nicht mehr

Wenn die Fallstelle aus der Erinnerung des Hundes "verschwindet", war meist die Distanz, das Gelände oder die Wartezeit zu anspruchsvoll. Ein Rückschritt zu einfacheren Bedingungen stellt die Sicherheit schnell wieder her.

Mein Hund bringt den Dummy nicht zurück

Dieses Problem liegt selten am Markieren selbst, sondern an der Grundlage des Apportierens. Hier lohnt es sich, kurz zu den Basics zurückzukehren und das Zurückbringen separat zu festigen, bevor das Markiertraining fortgesetzt wird.

Mein Hund verliert unterwegs den Dummy

Häufig ein Zeichen für zu schnelle Bewegung oder mangelnde Konzentration auf das Tragen. Kürzere Distanzen und ruhigeres Tempo beim Zurücklaufen helfen, dieses Verhalten zu stabilisieren.

Mein Hund läuft irgendwohin statt zur Fallstelle

Das deutet meist darauf hin, dass die visuelle Orientierung noch nicht ausreichend trainiert ist. Auffälligere Dummys, kürzere Distanzen und besonders übersichtliches Gelände schaffen hier die nötige Sicherheit, bevor die Schwierigkeit erneut gesteigert wird.

 

Fragen und Antworten

Was bedeutet Markieren beim Hund?

Markieren beschreibt die Fähigkeit, einen sichtbar fallenden Dummy zu beobachten, sich die Fallstelle zu merken und ihn erst nach Freigabe gezielt zu holen.

Was ist eine Markierung im Dummytraining?

Eine Markierung ist der gesamte Vorgang aus Beobachten, Merken und gezieltem Apportieren eines sichtbar gefallenen Dummys.

Warum ist Markieren so wichtig?

Es bildet die Grundlage für alle weiteren Disziplinen wie Verlorensuche und Einweisen, da es Merkfähigkeit, Konzentration und Impulskontrolle gleichzeitig schult.

Ab wann kann ich Markieren trainieren?

Sobald Aufnehmen, Tragen und Zurückbringen sicher sitzen, kann mit einfachen Markierübungen begonnen werden – meist im Junghund- oder frühen Erwachsenenalter.

Welche Hunde lernen Markieren besonders gut?

Grundsätzlich jeder motivierte, apportierfreudige Hund – unabhängig von der Rasse. Entscheidend ist die individuelle Konzentrationsfähigkeit und Lernbereitschaft.

Wie baue ich Markieren richtig auf?

Schrittweise: kurze, sichtbare Würfe, ruhiges Warten, Freigabe, sauberes Zurückbringen. Die Schwierigkeit wird erst gesteigert, wenn die jeweilige Stufe zuverlässig funktioniert.

Wie weit sollte ich den Dummy werfen?

Für den Einstieg reichen drei bis vier Meter völlig aus. Die Distanz wird erst gesteigert, sobald der Hund auf kurzer Entfernung sicher markiert.

Wie oft sollte man Markieren trainieren?

Mehrere kurze Einheiten pro Woche sind effektiver als seltene, lange Trainingssessions. Wichtig ist Regelmäßigkeit bei kurzer, fokussierter Dauer.

Wie lange dauert der Aufbau?

Das variiert stark vom Hund, aber ein solides Markieren auf mittlerer Distanz lässt sich bei regelmäßigem Training oft innerhalb mehrerer Wochen bis wenigen Monaten erreichen.

Mein Hund schaut dem Dummy nicht nach – was tun?

Den Wurf attraktiver gestalten, auffällige Dummyfarben verwenden und kurz vor dem Wurf die Aufmerksamkeit des Hundes gezielt aufbauen.

Mein Hund rennt sofort los – wie verhindere ich das?

Wartezeiten verkürzen, Anforderungen reduzieren und das ruhige Warten in kleinen Schritten neu aufbauen.

Mein Hund findet den Dummy nicht mehr.

Zu schwierige Bedingungen – Distanz, Gelände oder Wartezeit – zurücknehmen und mit einfacheren Übungen wieder Sicherheit schaffen.

Mein Hund bringt den Dummy nicht zurück.

Das grundlegende Apportieren separat festigen, bevor das Markiertraining fortgesetzt wird.

Mein Hund verliert unterwegs den Dummy.

Kürzere Distanzen und ruhigeres Tempo beim Zurücklaufen trainieren, bis das Tragen stabiler wird.

Mein Hund läuft irgendwohin statt zur Fallstelle.

Visuelle Orientierung mit auffälligeren Dummys und übersichtlicherem Gelände erneut aufbauen.

Welcher Hundedummy eignet sich für Markiertraining?

Auffällig gefärbte, robuste Canvas Dummys im Bereich von 250 bis 500 Gramm sind für die meisten Hunde ideal geeignet.

Welche Dummygröße ist ideal?

Für den Einstieg 250 Gramm, für größere oder fortgeschrittene Hunde auch 500 Gramm – immer angepasst an die Statur des Hundes.

Stoffdummy oder Canvas?

Canvas Dummys sind für das Markiertraining meist die robustere und langlebigere Wahl, gerade bei häufigem Einsatz im Gelände.

Braucht man mehrere Dummys?

Nicht zwingend, aber unterschiedliche Farben oder Gewichte können das Training abwechslungsreicher und vielseitiger gestalten.

Wann beginnt man mit Doppelmarkierungen?

Erst wenn einzelne Markierungen über verschiedene Distanzen und Geländetypen absolut sicher funktionieren.

Wann folgt die Verlorensuche?

Sobald das Markieren stabil sitzt, kann mit einfachen Suchübungen begonnen werden, die schließlich zur vollständigen Verlorensuche ausgebaut werden.

Wann sollte Einweisen trainiert werden?

Einweisen setzt sowohl sicheres Markieren als auch eine grundlegende Sucherfahrung voraus und wird erst danach sinnvoll aufgebaut.

 

Markieren beim Hund – kurz zusammengefasst

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Markieren ist die erste echte Prüfung von Konzentration und Merkfähigkeit
  • der Aufbau erfolgt in kleinen, klar abgegrenzten Schritten
  • kurze Distanzen und gute Sicht erleichtern den Einstieg deutlich
  • Blindstarts und zu schnelle Steigerung sind die häufigsten Fehler
  • ein passender, gut sichtbarer Hundedummy unterstützt den Trainingserfolg

 

Fazit

Markieren ist weit mehr als das einfache Werfen und Holen eines Dummys – es ist die erste echte Prüfung von Konzentration, Merkfähigkeit und Impulskontrolle im Dummytraining. Wer diesen Grundpfeiler sorgfältig und in kleinen, gut durchdachten Schritten aufbaut, schafft die Basis für alles, was danach kommt: von der Verlorensuche bis zum anspruchsvollen Einweisen.

Geduld zahlt sich hier besonders aus. Ein Hund, der sicher markiert, bringt nicht nur zuverlässig Dummys zurück – er hat gelernt, zu beobachten, zu warten und sich auf sein Gedächtnis zu verlassen. Genau das macht aus einem motivierten Apportierhund einen echten Trainingspartner.

Weiterführende Inhalte zu:
"Markieren, Verlorensuche & Einweisen"

Startpunkt:
→ Die 3 Grundpfeiler im Dummytraining: Markieren, Verlorensuche und Einweisen erklärt (Hauptübersicht)

In Kürze mehr zu folgenden Themen:

→ Kleine Suche im Dummytraining: Der sanfte Einstieg ins Suchen

→ Verlorensuche (Große Suche) im Dummytraining: Aufbau & Tipps

→ Suchenpfiff trainieren: Schritt-für-Schritt-Anleitung

→ Einweisen beim Dummytraining: Wie der Hund die Richtung lernt

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